Schwinden

Die Volumenänderung und Verformung kann nicht nur durch Schwinden, sondern auch durch sogenanntes Kriechen oder durch Temperatureinflüsse eine Dehnung erfolgen.

Schwinden ist die Volumenänderung mineralischer Baustoffe (Beton, Mauerwerk, mineralische Putze).

Es werden vier Arten des Schwindens bei Baustoffen unterschieden:

• das Schwinden im noch frischen, verarbeitbaren Mörtel (Frühschwinden, Kapillarschwinden),

• das Schwinden während der Erhärtungsphase (Hydratation = chemisches Schwinden),

• das Schwinden durch Austrocknung (Trocknungsschwinden) und

• das Schwinden durch Nachhärtung (Karbonatisierungsschwinden).


Anwendungsbereich

Wenn vom Schwindverhalten mineralischer Baustoffe gesprochen wird, ist in der Regel das irreversible Schwinden bei der ersten Austrocknung (= Erstschwinden) gemeint, weil nur dieses in der Baupraxis Bedeutung ist.

Dabei ist das Schwindmaß von Bedingungen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Schichtdicke, Oberflächenstruktur und Farbton abhängig, bevor der Prozess des Schwindens abgeklungen und das Endschwindmaß erreicht ist. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für evtl. weitere Arbeitsschritte, wenn z. B. auf einem Unterputz ein Oberputz aufgebracht werden soll. Als Faustformel hat sich ein Tag Wartezeit pro mm Unterputzdicke bewährt.


Verarbeitung

Im Folgenden wird die Verarbeitung des SAKRET Gartenbetons zur Erstellung eines Fundaments beschrieben.

  1. Vorbereitung: Vor dem Einsatz des SAKRET Gartenbetons muss der Untergrund fest, frostfrei, trocken, sauber und tragfähig sein. Bei der Verwendung von Schalungen (z. B. Holzlatten, die den Frischmörtel für ein Fundament in Form halten) sind diese von losen Materialien (Nägel, Holzspäne etc.) zu reinigen. Die Schalung wird mit einem Schalöl o. Ä. vorbehandelt. Wasseransammlungen durch Regen sollten entfernt werden.
  2. Verarbeitung: Der SAKRET Gartenbeton wird langsam in ein sauberes Gefäß mit sauberem, kaltem Leitungswasser eingestreut. Unter kontinuierlichem Rühren wird die Masse homogen durchmischt. Die Wassermenge kann so angepasst werden, dass der Beton je nach Anwendung erdfeucht oder leicht plastisch verarbeitet wird. Der Frischmörtel wird homogen in die Schalung eingebracht, verdichtet und geglättet oder abgerieben. Die Mindestauftragsdicke sollte nicht kleiner sein als 25 mm.
  3. Nachbehandlung:  Der SAKRET Gartenbeton ist vor Regen, Zugluft sowie zu hohen (> 30 °C) und zu niedrigen (< 5 °C) Temperaturen zu schützen. Direkte Sonneneinstrahlung durch geeignete Maßnahmen wie z. B. Abschattung vermeiden. Voll belastbar und abgebunden ist der Gartenbeton nach 28 Tagen.

Alle oben genannten Verarbeitungsempfehlungen sind unverbindlich. Die Angaben beziehen sich auf den gewöhnlichen Verwendungszweck. Mehr Informationen sind im Technischen Merkblatt zu finden.

Tipp

Es ist in manchen Fällen möglich, das Schwinden von Beton umzukehren. Z. B. kann der Beton in Wasser gelagert werden, wobei er wieder Wasser aufnimmt und an Volumen zunimmt. Dieser Prozess wird dann Quellen genannt.

Bei den meisten SAKRET Produkten laufen Schwindprozesse ab, ohne dass sie die Qualität und Funktion beeinträchtigen.

Diese Produkte könnten Dich interessieren

Produktbild vom zementgebundenen Universalbeton Gartenbeton des Unternehmens SAKRET
Gartenbeton

Diese Projekte könnten Dich interessieren

Fundamente für Gartenhaus, Grill und Co.

Diese Artikel könnten Dich interessieren

Fassade glatt oder struk­tu­riert ver­put­zen