Lösungsmittel

Die gängige Alternative zu Lösungsmittel ist Lösemittel. Fachbegriffe für Lösungsmittel sind Solvens und Menstruum. Als Gegenüberstellung nennt man die Stoffe mit denen das Lösungsmittel vermischt ist, als gelöste Stoffe.

Unter Lösungsmittel versteht man bei Raumtemperatur flüssige und flüchtige Verbindungen, die in der Lage sind, andere (feste) Stoffe zu lösen, ohne dass es hierbei zu einer chemischen Veränderung kommt.

Zur Reinigung, Hydrophobierung, Festigung und Beschichtung von Baustoffen werden neben Wasser auch zahlreiche organische Lösungsmittel eingesetzt. Sie dienen häufig einfach der Verflüssigung und damit besseren Verarbeitung und dem besseren Auftragen von Anstrichen u. Ä. Nachdem die Beschichtung aufgetragen wurde, können die Lösungsmittel sich verflüchtigen und die restlichen, gewünschten Stoffe verbleiben auf dem Untergrund.

Anwendungsbereich

Lösungsmittel sollten vor allem restlos verdunsten, um die Trocknung oder Aushärtung zu ermöglichen. Als Lösungsmittel werden Wasser, natürliche Öle, Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Ketone, Ester oder Ether eingesetzt. Wasser wird unter anderem in Farben und Lacken eingesetzt, aber auch in Putzen und Grundierungen. Kohlenwasserstoffe z. B. kommen vor allem für harz- und kunstharzhaltige Baustoffe zum Einsatz.


Verarbeitung

Am Beispiel des SAKRET Buntsteinputzes wird die Verarbeitung eines lösemittelhaltigen (Dispersions-)Putzes demonstriert:

  1. Vorbereitung: Der Untergrund darf keinerlei Risse oder Ausblühungen aufweisen und muss fest und tragfähig sein. Vorher aufgetragene Unterputze müssen vollständig durchgetrocknet sowie planeben sein. Zunächst wird der Untergrund mit dem SAKRET Putzgrund behandelt, um das Saugverhalten zu regulieren.
  2. Verarbeitung: Der Buntsteinputz an sich ist direkt verarbeitungsfähig. Er sollte nur mit einem geeigneten Rührgerät (kein Aluminium) durchgemischt werden. Der Putz wird mit einer Glättkelle mit ca. 1,5-facher Kornstärke aufgetragen und gegenläufig abgezogen. Hierbei wird der Buntsteinputz verdichtet. Ein Abschieben oder Abreiben des Putzes darf dabei nicht erfolgen. Zusammenhängende Flächen müssen für ein einheitliches Erscheinungsbild ansatzlos und in einem Arbeitsgang verputzt werden.
  3. Nachbehandlung: Der Putz ist vor direkter Sonneneinstrahlung, Zugluft, Frost und Schlagregen zu schützen.

Alle oben genannten Verarbeitungsempfehlungen sind unverbindlich. Die Angaben beziehen sich auf den gewöhnlichen Verwendungszweck. Mehr Informationen sind im Technischen Merkblatt zu finden.

Tipp

Bei einem zu dicken Auftrag einer lösemittelhaltigen Beschichtung können sich die Lösungsmittel häufig nicht mehr aus den unteren Schichten lösen. Die Folge: Blasenbildung, die neben optischen Mängeln ebenso die allgemeine Qualität des Anstrichs senkt.

SAKRET führt natürlich eine breite Vielfalt an Produkten mit Lösungsmitteln, um die Verarbeitung v. a. von Kunstharz-Produkten zu verbessern, von Grundierungen bis verschiedenen Putzen.

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