Innenwand einfach selbst verputzen

Wände im Innenbereich spielen in der Raumgestaltung eine wichtige Rolle. Sie machen einen Großteil der Fläche in einem Raum aus und können somit die Wirkung und den Charakter eines Raumes entscheidend mitbestimmen. Die Möglichkeiten der Innenwandgestaltung sind dabei vielfältig. Deine individuellen Vorlieben kannst Du hier gut ausleben. Neben dem Tapezieren kannst Du Deinen Wänden über das Verputzen einen eigenen Charakter verleihen. Deine Wände können je nach Putz eine raue, gefilzte, glatte oder frei modellierte Oberfläche besitzen. Außerdem stellt natürlich das Streichen mit einer gewünschten Farbe eine beliebte Gestaltungsmöglichkeit dar.

Unsere Anleitung zeigt Dir daher kurz und knapp und Schritt-für-Schritt, wie Du Deine selbst gestaltete Innenwand bekommst – egal ob Du Deine Wand mit Putzen gestalten oder lieber streichen möchtest. Die Anleitung beinhaltet auch Informationen, wie Du die Wand für die weiteren Arbeitsschritte vorbereitest. Hast Du schon eine genaue Vorstellung darüber, wie Du Deine Innenwand gestalten möchtest, hilft Dir unser Projektplaner "Innenwand verputzen" ganz simpel bei Deinem Projekt. Am Ende erhältst Du eine Liste mit den benötigten Mengen der entsprechenden Produkte, mit denen Du Dein Vorhaben in die Tat umsetzen kannst.

Unser Tutorial-Video zeigt Dir Schritt-für-Schritt, wie Du Deine Innenwand vorbereiten und verputzen kannst und welche Produkte Du dafür brauchst.

Schichtaufbau zum Verputzen Deiner Innenwände

1. Untergrund prüfen und vorbereiten

Als Erstes solltest Du den Zustand und das Material des Untergrundes überprüfen. Die Oberfläche muss tragfähig und fest sein. Weniger feste und nicht tragfähige Schichten wie Schmutz, Staub, Fett, Öl, Farbrückstände o. Ä. musst Du unbedingt vorher entfernen. Ansonsten kann es sein, dass Teile der folgenden Putzschichten locker werden. Mit Tests wie der Klopfprobe (siehe Bild) kannst Du das leicht überprüfen. Mehr Informationen dazu findest Du hier.

2. Putzprofil setzen

Mische eine ausreichende Menge des Spezialmörtels an, der speziell für das Befestigen von Putzabschlussprofilen gedacht ist. Achte dabei auf die Angaben auf der Verpackung. Mit einer Maurerkelle trägst Du den Mörtel batzenweise an vorspringenden Ecken in der Wand und Laibungen auf. Dazu zählen "Öffnungen" in der Wand wie die Innenseiten von Fenstern. Die Putzprofile bringst Du nun lot- und fluchtgerecht an.

3. Unterputz auftragen

Mische eine ausreichende Menge an Unterputz an. Unser Kalk-Zement-Putz (MAP/650) eignet sich dafür hervorragend. Auf der Verpackung findest Du alle nötigen Informationen dazu. Den Unterputz wirfst Du mit einer Kelle an die Wand und ziehst ihn dann mit einer Kartätsche – im Prinzip ein sehr langes Reibebrett – glatt nach oben ab. Die Schicht sollte mindestens 10 mm dick sein. Folgt nach dem Unterputz direkt ein Oberputz, reicht eine Schicht Unterputz von 10 mm. Nach dem Trocknen kannst Du in diesem Fall mit Schritt 5 weitermachen.

Planst Du stattdessen, die Wand zu tapezierenoder ihr einen neuen Anstrich zu verpassen, trägst Du zwei Schichten Unterputz auf der Wand auf. Sowohl die erste Schicht als auch die zweite Schicht sollen mindestens 10 mm dick sein. Außerdem trägst Du die zweite Schicht frisch-in-frisch auf die erste auf – also bevor die erste Schicht getrocknet ist. Nachdem die zweite Schicht vollständig getrocknet ist, kannst Du mit Schritt 4 weitermachen.

4. Klebespachtel auftragen

Für das spätere Malern oder Tapezieren trägst Du nun einen Klebespachtel wie den Klebe- und Armierungsspachtel Premium flächig auf der Wand auf. Die Schicht sollte relativ dünn (ca. 3 mm) sein. Zum Auftragen verwendest Du am besten eine Traufel. Glätte den Spachtel entweder mit einem Filzbrett oder reibe ihn mit einem Reibebrett ab. Damit erreichst Du eine feinere, hellere Oberfläche, die besser zum Streichen bzw. Tapezieren geeignet ist. Jetzt steht dem Streichen und Tapezieren nichts mehr im Weg. Farbe oder Tapete auswählen und los geht’s!

5. Grundierung auftragen

Planst Du, Deine Wand mit einem Oberputz zu strukturieren und individuell zu gestalten, solltest Du sie vorher mit einer Grundierung bzw. einem Putzgrund behandeln. Sie dient als haftvermittelnde Schicht. Das heißt, sie sorgt dafür, dass der folgende Oberputz auch später ordentlich auf der Wand hält. Den Putzgrund trägst Du vollflächig auf der Wand auf und lässt ihn entsprechend den Angaben auf der Verpackung trocknen.

6. Oberputz anmischen und auftragen

Nun kannst Du endlich den Oberputz auftragen, der der Wand ihren speziellen Charakter geben soll. Verwendest Du einen mineralischen Oberputz, mischst Du ihn gemäß der Verpackungsangaben mit Wasser in einem sauberem Mischgefäß an. Dabei hilft Dir ein Rührquirl. Arbeitest Du stattdessen mit einem sogenannten pastösen Oberputz, brauchst Du ihn nicht extra mit Wasser anmischen. Hier solltest Du aber vor dem Auftragen den Putz mit einem Quirl im Eimer aufrühren, damit er eine homogene Konsistenz bekommt.

Anschließend kannst Du eine ausreichend große Menge Deines gewählten Oberputzes mit einer Traufel ansatzlos auf der Wand auftragen und glatt abziehen.

7. Oberputz strukturieren

Nach dem Auftragen kannst Du den Oberputz mit geeigneten Werkzeugen (z. B. Reibebrett, Kelle, Spachtel, Pinsel o. Ä.) strukturieren oder mit der Hand frei modellieren.

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