Hydrophob

Hydrophob wurde aus dem Griechischen (hydro = Wasser und Fóbos = Furcht) abgeleitet und bedeutet so viel wie "wassermeidend" oder "wasserabstoßend". Umgangssprachlich findet man auch das Wort wasserabweisend vor. Das zugehörige Gegenteil zu hydrophob ist hydrophil. Unter Hydrophobierung versteht man die Behandlung einer eher hydrophilen Oberfläche z. B. einer Imprägnierung, damit diese weniger leicht Wasser aufnimmt.

Baustoffe oder Oberflächen, die sich mit Wasser nicht oder nur sehr schwer benetzen lassen, werden als hydrophob bezeichnet.

Der Kontaktwinkel ist eine Messgröße, die erfassen soll, wie sehr eine Oberfläche bzw. ein Stoff Wasser anzieht oder aufnimmt. Er unterteilt generell Stoffe in hydrophob und hydrophil. Die Grenze hierfür wird bei 90 Grad gezogen. Er wird bestimmt, indem beobachtet wird, wie ein Wassertropfen sich bei Kontakt mit der Oberfläche verhält. Dehnt sich der Tropfen nicht groß aus und behält fast seine rundliche Form auf der Oberfläche, ist der Kontaktwinkel sehr groß und die Oberfläche gilt als hydrophob. Diese abperlende Eigenschaft lässt sich leicht mit einer Lotusblüte verbildlichen. Diese weist sogar einen Kontaktwinkel von über 160 Grad auf.

Anwendungsbereich

Hydrophobe Eigenschaften spielen vor allem bei Putzen eine Rolle. Bei hydrophoben Putzen steht die obere Schicht bei der Schimmelabwehr im Mittelpunkt. Durch Zusatzstoffe wird das Eindringen von Wasser in die Poren ausgeschlossen. Der damit erzielte Effekt wird als Filmkonservierung bezeichnet. Die Wirksamkeit ist jedoch begrenzt, weil die Zusatzstoffe mit der Zeit ausgewaschen werden. Nach einer gewissen Zeit wird ein Neuanstrich nötig. Wegen Bedenken bezüglich des Umweltschutzes bieten jedoch hydrophile Putze eine Alternative zu den hydrophoben Putzen.

Verarbeitung

Im Folgenden wird die Verarbeitung des hydrophoben SAKRET Buntsteinputz beispielhaft beschrieben:

  1. Vorbereitung: Der Untergrund darf keinerlei Risse oder Ausblühungen aufweisen und muss fest und tragfähig sein. Vorher aufgetragene Unterputze müssen vollständig durchgetrocknet sowie planeben sein. Zunächst wird der Untergrund mit dem SAKRET Putzgrund behandelt, um das Saugverhalten zu regulieren.
  2. Verarbeitung: Der Buntsteinputz an sich ist direkt verarbeitungsfähig. Er sollte nur mit einem geeigneten Rührgerät (kein Aluminium) durchgemischt werden. Der Putz wird mit einer Glättkelle mit ca. 1,5-facher Kornstärke aufgetragen und gegenläufig abgezogen. Hierbei wird der Buntsteinputz verdichtet. Ein Abschieben oder Abreiben des Putzes darf dabei nicht erfolgen. Zusammenhängende Flächen müssen für ein einheitliches Erscheinungsbild ansatzlos und in einem Arbeitsgang verputzt werden.
  3. Nachbehandlung: Der Putz ist vor direkter Sonneneinstrahlung, Zugluft, Frost und Schlagregen zu schützen.

Alle oben genannten Verarbeitungsempfehlungen sind unverbindlich. Die Angaben beziehen sich auf den gewöhnlichen Verwendungszweck. Mehr Informationen sind im Technischen Merkblatt zu finden.

Tipp

Auch Staub oder Schmutz können hydrophobe Eigenschaften aufweisen.

SAKRET bietet ein großes Sortiment an verschieden hydrophoben Putzen und anderen Baustoffen wie Fugenmörteln an, die jeden individuellen Bedarf erfüllen.

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