Anmachwasser

Anmachwasser wird besonders umgangssprachlich verwendet. Alternativ findet man auch den Begriff Zugabewasser vor.

Anmachwasser wird benötigt, um pulverförmige Trockenbaustoffe anzumischen oder die Verarbeitungskonsistenz bestimmter Baustoffe einzustellen.

Das Wasser wird gebraucht, um den chemischen Abbindeprozess bei Baustoffen anzustoßen. Dieser muss z. B. für die Herstellung von Beton, Mörtel oder Gips in Gang gesetzt werden. Mit ihm wird außerdem die nötige Verarbeitungskonsistenz erreicht, um das Material formbar für die jeweilige Anwendung zu machen. Ein Teil des Anmachwassers taucht in Form von Überschusswasser wieder nach dem Abbinden auf, weil es nicht für die chemische Bindung erforderlich ist. In Zuge dessen verliert das Material auch an Volumen.

Anwendungsbereich

Die Menge des benötigten Anmachwassers beeinflusst den Härtungs- oder Trocknungsprozess sowie die anschließenden Materialeigenschaften. Beim Anmischen von Beton mit Zement gibt beispielsweise der sogenannte Wasser-Zement-Wert an, wie viel Anmachwasser der Zement zur nötigen Härtung benötigt (im Verhältnis zu seinem Trockengewicht). Jegliche Verunreinigungen im Anmachwasser (gelöst oder schwebende Bestandteile) können diese Vorgänge stören oder negativ beeinflussen und damit die Festigkeit und Haltbarkeit des Mörtels reduzieren. Daher bestehen bestimmte Anforderungen an das Anmachwasser. Je nachdem, woher das verwendete Anmachwasser kommt, muss es vor der Verarbeitung geprüft werden.

Trinkwasser aus der Leitung kann stets ohne Bedenken benutzt werden, da es bereits rigorose Filterungsprozesse durchlaufen ist. Ansonsten kann unter bestimmten Bedingungen auch Restwasser aus Anlagen zur Wiederaufbereitung bei der Betonherstellung, Grundwasser oder natürliches Wasser z. B. aus Flüssen oder Seen als Anmachwasser ihre Anwendung finden. Diese müssen dafür jedoch eine ausreichende Prüfung durchlaufen.

Verarbeitung

Im Folgenden wird die Verarbeitung eines chemisch erhärtenden Mörtels am Beispiel des SAKRET Zementmörtels beschrieben:

  1. Vorbereitung: Für die Anwendung des SAKRET Zementmörtels als Mauermörtel müssen die Steine frostfrei und frei von Verunreinigungen sein.  Für die Anwendung als Putzmörtel muss der Untergrund von allen lockeren Schichten befreit sein.
  2. Verarbeitung: Zum Anmischen des Materials wird zuerst sauberes und kaltes Leitungswasser in ein sauberes Mischgefäß gegeben und danach das Material langsam eingestreut. Für den Putzmörtel etwas mehr Wasser hinzugeben (eher plastische Konsistenz) und für den Mauermörtel etwas weniger (erdfeuchte Konsistenz). Als Mauermörtel wird der SAKRET Zementmörtel mit einer Maurerkelle auf den Untergrund oder die Steinlage aufgetragen. Als Putzmörtel wird er mit einem Richtscheit oder einer Setzlatte gleichmäßig aufgezogen und dann flächenbündig abgezogen. Die Schichtdicke sollte nicht größer als 10 bis 15 mm sein.
  3. Nachbehandlung: Den SAKRET Zementmörtel vor Regen, Zugluft sowie zu hohen (> 30 °C) und zu niedrigen (< 5 °C) Temperaturen schützen. Direkte Sonneneinstrahlung im Innen- und Außenbereich durch geeignete Maßnahmen wie Schutz durch Schatten vermeiden.

Alle oben genannten Verarbeitungsempfehlungen sind unverbindlich. Die Angaben beziehen sich auf den gewöhnlichen Verwendungszweck. Mehr Informationen sind im Technischen Merkblatt zu finden.

Tipp

Sogar Meer- oder Brackwasser (eine Mischung aus Salz- und Süßwasser) könnte theoretisch zumindest für Beton ohne Bewehrungsstahl benutzt werden.

Als Experte auf dem Gebiet der Trockenbaustoffe bietet SAKRET jegliche Produkte, die mit Anmachwasser verarbeitet werden – ob Putze, Betone, Estriche, Spachtel oder Fliesenkleber.

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