Plattenfundament selbst erstellen für Gartenhaus, Grill & Co.

Ein Gartenhaus oder auch ein Grillkamin im Garten braucht ein stabiles Fundament als Basis. Als Fundament bezeichnet man eine aus Beton gegossene Bodenplatte, die einen festen und tragfähigen Untergrund bietet, wo vorhandener oder aufgeschütteter Boden nicht ausreicht.

Wir zeigen Dir, wie Du ein Plattenfundament aus Beton selber gießen kannst – vom Vorbereiten der Fundamentgrube mit einer Schalung über das Einbringen des Betons bis zum Abziehen und Abdichten der Oberfläche. Auch in unserem Projektplaner: Fundament für Gartenhaus, Grill & Co. findest Du dazu eine ausführliche Anleitung – inklusive Einkaufsliste mit den passenden Produkten in der richtigen Menge für Dein Projekt.

Anleitung: Fundament erstellen in 6 Schritten

Unsere Anleitung ist eine sichere Basis für Dein Fundament – teile sie mit Deinen Freunden!

Schichtaufbau

Platten, Streifen, Punkte – Wie unterscheiden sich die Fundamente?

Plattenfundament:

Als Plattenfundament, oder auch Flächenfundament, wird eine größere, aus Beton gegossene Bodenplatte bezeichnet, die einen ebenen, tragfähigen Untergrund für eine größere Belastung wie ein Gartenhaus oder einen Geräteschuppen bietet.

Streifenfundament:

Wie der Name schon sagt, ist das Streifenfundament ein schmales, dafür beliebig langes Fundament, das vor allem als Basis für Mauern verwendet wird.

Punktfundament:

Punktfundamente sind Einzelfundamente, die meist nicht größer als 50 x 50 cm sind. Sie werden vor allem für Konstruktionen, die auf mehreren Trägern ruhen (z.B. Carports oder Holzterrassen) oder zum Einbetonieren von einzelnen Pfosten verwendet.

1. Fundamentgrube ausheben

Das Erdreich, in dem das Betonfundament erstellt werden soll, muss fest und tragfähig sein. Außerdem darf der Boden beim Betonieren nicht gefroren sein. Am besten betonierst Du, wenn der Wetterbericht für die nächsten Tage weder Frost noch Regen angekündigt hat. Mit einem Spaten hebst Du eine entsprechend tiefe Fundamentgrube aus. Die Tiefe ist dabei abhängig von der Größe und der späteren Belastung für die Bodenplatte. Bei hochbelasteten Fundamenten wie z.B. der Bodenplatte eines Hauses muss ein Statiker zur Berechnung der Dicke, Festigkeit und der Bewehrung hinzugezogen werden. Für ein Fundament im Garten ist das aber nicht nötig.

Ein größeres Betonfundament für Gartenhaus, Grill & Co. solltest Du frostfrei gründen, das heißt der Aushub sollte mindestens einen Meter tief sein, da unter der Betonschicht noch 20 cm für die Drainageschicht gerechnet werden. Ab einer Tiefe von ca. 80 cm ist ein Fundament frostfrei gegründet, das bedeutet, es besteht nicht mehr die Gefahr, dass der Beton durch Frost beschädigt wird. In unseren Breitengraden sinkt die Bodentemperatur ab ca. 80 cm Tiefe selbst im Winter nicht unter null Grad. So kann Wasser, das sich unter dem Beton gesammelt hat, nicht gefrieren und damit auch nicht zu Rissen im Beton führen.

Je nach vorgesehener Belastung sollte der Beton zudem bewehrt, das heißt mit einem Stahlgeflecht verstärkt werden. So wird der Beton belastbarer. Bei einem Fundament für ein Gartenhaus empfiehlt es sich auf jeden Fall die Fundamentplatte zu verstärken. Die Maße der Bewehrungsmatte werden an das Fundament angepasst. Außerdem sollten über der Bewehrungsmatte noch mindestens 5 cm Platz für eine Betonüberdeckung sein, die nur aus Beton besteht, um den Stahl vor Korrosion zu schützen.

Länge und Breite des Aushubs orientieren sich an der geplanten Größe der Bodenplatte. Dazu solltest Du rund um die geplante Fundamentplatte noch Platz für die Schalung und deren Fixierung rechnen.

2. Schalung erstellen

Den Boden der ausgehobenen Fläche glätten, sodass Du einen ebenen Untergrund hast. An den späteren Außenseiten des Fundaments werden nun Schalbretter angebracht. Dabei handelt es sich um Holzbretter, die nach außen mit Holzbalken oder Stahlnägeln abgestützt werden. Die Schalung sorgt dafür, dass der Boden um das Fundament herum nicht nachrutscht und das Betonfundament seine Form behält. Die Oberkante der Schalbretter stellt dabei die Oberkante des Flächenfundamentes dar. Daher sollten die Bretter im Lot, also gerade ausgerichtet sein. Das kannst Du mit einer Wasserwaage überprüfen.

3. Drainageschicht und Bewehrung einbringen

Die Fundamentgrübe füllst Du nun mit einer ca. 20 cm hohen Sauberkeits- und Drainageschicht aus Schotter oder einem Mineralgemisch auf. Diese sorgt dafür, dass Wasser abfließen kann. Mit einer Richtlatte oder einem Kantholz kannst Du die Drainageschicht ebnen und den Kies damit gleich verdichten.

Außerdem kannst Du eine Bewehrungsmatte aus Metallgitterstäben in das Betonfundament einbetten. Diese gibt dem Fundament mehr Stabilität und verhindert so spätere Risse im Beton. Um Korrosion von unten an der Bewehrung zu verhindern, sollten zwischen Bewehrungsmatte und Drainageschicht mindestens 5 cm Abstand sein. Dafür gibt es spezielle Abstandhalter aus Kunststoff oder Zement, die die Einhaltung der Betondeckung vor und während des Betonierens sicherstellen. So kann die Bewehrung im feuchten Beton nicht nach unten absinken. Die Abstandhalter verbleiben nach dem Betonieren im Fundament, da sie die Gebrauchsfestigkeit und Dauerhaftigkeit der Bodenplatte nicht beeinträchtigen.

Die Bewehrung sollte im unteren Drittel des Fundaments liegen, um Zugkräfte, die bei Belastung und daraus resultierender Verformung (Durchbiegen) entstehen, optimal aufzunehmen. Bei Fundamenten, die größere Belastungen tragen müssen, solltest Du in jedem Fall einen Statiker hinzuziehen, der die richtige Dimensionierung der Bewehrung berechnet.

4. Beton anmischen

Ein kleineres Fundament im Garten kannst Du mit einem Gartenbeton wie dem SAKRET Gartenbeton erstellen. Für eine größere Bodenplatte zum Beispiel für ein Gartenhaus, einen Geräteschuppen oder einen Grillkamin verwendest Du am besten einen Beton-Estrich wie den SAKRET Beton-Estrich. Dabei handelt es sich um vorgemischte Sackware, das heißt Du musst den Beton nicht selbst anmischen, sondern nur mit Wasser anrühren. Eine ausreichende Menge des Betons nach Verpackungsangabe mit sauberem Leitungswasser anmischen. Am besten leihst Du Dir dafür einen kleinen Betonmischer im nächsten Baumarkt aus.

5. Fundament gießen

Den frischen Beton z.B. mit einer Schubkarre in die Fundamentgrube gießen. Fülle den Aushub bis zum Bodenniveau gleichmäßig auf und achte darauf, dass sich keine Hohlräume bilden. Um den Beton zu verdichten brauchst Du nicht unbedingt einen Betonstampfer. Du kannst ihn auch vorsichtig mit einem Pfosten umrühren oder mit einem Spaten die Betonoberfläche abklopfen. So kann überschüssige Luft aus dem Beton entweichen und die Bodenplatte wird fester und damit langlebiger. Bei einem hohen Bewehrungsanteil solltest Du sehr sorgfältig arbeiten, damit sich der Beton richtig verteilt. Außerdem muss der Beton besonders gründlich verdichtet werden, damit er sich gleichmäßig verteilt und keine Kiesnester (Ansammlung von größeren Steinchen an einer Stelle) bildet, die die Stabilität der Bodenplatte negativ beeinflussen.

Anschließend den Beton auf Höhe der Oberkante der Schalungsbretter glatt abziehen. Das kannst Du mit einer Richtlatte oder einem Kantholz mit einer geraden Kante machen. Das Kantholz sollte mindestens die Breite des Fundaments haben, damit Du den Beton in einem Durchgang abziehen kannst und so eine einheitliche Oberfläche erhältst. Für eine besonders glatte Oberfläche kannst Du den Beton auch mit einem sogenannten „Estrichschwert“ aus dem Baumarkt abziehen.

Die Oberfläche der Bodenplatte solltest Du nach dem Gießen des Fundaments einige Tage mit Folie wetterfest abdecken und so vor Regen schützen. Bei starker Sonneneinstrahlung das Betonfundament regelmäßig mit Wasser benetzen. Die Schalung kannst Du nach ca. 4 bis 7 Tagen Aushärtezeit entfernen. Nach dieser Zeit ist der Beton ausreichend getrocknet und behält seine Form auch ohne die stützenden Bretter. Nach 28 Tagen hat der Beton dann seine Normfestigkeit erreicht und kann voll belastet werden.

6. Abdichtung auftragen

Nach ca. einer Woche Trocknungszeit sollte die Oberfläche der Fundamentplatte abgedichtet werden, um sie vor Feuchtigkeit und Sickerwasser zu schützen. Dazu verwendest Du eine Dichtungsschlämme wie die SAKRET Dichtungsschlämme. Diese wird nach Verpackungsangabe mit sauberem Wasser vermengt. Am leichtesten kannst Du sie mit einer Bohrmaschine und einem Rührquirl bei niedriger Drehzahl anmischen. Nachdem Du die Masse angerührt hast, lässt Du sie ein paar Minuten „reifen“, damit das Wasser mit den Inhaltsstoffen reagieren kann. Nach der Reifezeit nochmal kurz umrühren.

Mit einem Quast die Dichtungsschlämme auf die Betonoberfläche auftragen. Nach dem Erhärten der ersten Schicht trägst Du am nächsten Tag eine weitere Schicht der Dichtungsschlämme auf und lässt auch diese trocknen. Nach 28 Tagen Aushärtezeit kann das Fundament voll belastet werden und zum Beispiel ein Gartenhaus oder ein Grillkamin darauf gebaut werden.

Produkte für Dein Projekt

Mit den Produkten von SAKRET ist eine einfache und einwandfreie Verarbeitung garantiert. Hier kannst Du Dir aus unserem Sortiment die Produkte auswählen, die Du zum Erstellen eines Fundaments brauchst, die richtige Menge berechnen und auch gleich online bestellen. Oder noch einfacher: Lass Dir von unserem Projektplaner: Fundamente für Gartenhaus, Grill und Co. automatisch die passenden Produkte in der richtigen Menge für Dein Projekt zusammenstellen.

Der Projektplaner

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