Wasserdampfdiffusion

Wasserdampfdiffusion ist eine spezifische Form der Diffusion. Diffusionsprozesse können neben Wasserdampf auch andere Gase wie Kohlenstoffdioxid oder Schwefeldioxid durchlaufen.

Wasserdampfdiffusion ist die Wanderung von Wasserdampf, im Regelfall von "warm" nach "kalt" unter dem Einfluss eines Temperaturgefälles, aber auch von "feucht" nach "trocken" unter dem Einfluss eines Dampfdruckgefälles.

Der Wasserdampfdiffusion setzen Bauteile einen unterschiedlichen Widerstand entgegen. Je höher der Widerstand ist, umso weniger Wasserdampf kann durch das Bauteil transportiert werden. Dieser wird über die Diffusionswiderstandszahl µ angegeben. Mit dieser dimensionslosen Zahl wird die Dichtigkeit eines Stoffes gegenüber der Wasserdampfdiffusion angegeben.

Anwendungsbereich

Das Innenraumklima eines Gebäudes unterscheidet sich vom Außenklima in der Regel durch die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit. Liegt unterschiedlicher Wasserdampfdruck im Innen- und Außenbereich vor, so besteht das Bestreben nach einem Wasserdampf-Druckausgleich. Der Wasserdampf wandert von der Bauteilseite mit hohem Dampfdruck zur Bauteilseite mit niedrigem Dampfdruck, also in der Regel von innen nach außen. Dieser Vorgang wird als Wasserdampfdiffusion bezeichnet.

Der gleiche Vorgang kann auch innerhalb der Baustoffe stattfinden, da die Wasserdampfmoleküle nur eine Größe von 0,3 nm haben.

Verarbeitung

Im Folgenden wird die Verarbeitung eines diffusionsoffenen Putzes am Beispiel des SAKRET Feinputzes beschrieben.

  1. Vorbereitung: Zur Anwendung des SAKRET Feinputzes darf der Untergrund weder Ausblühungen noch Frost aufweisen und muss fest, sauber und tragfähig sein. Altputze müssen auf Tragfähigkeit und Haftung geprüft werden.
  2. Verarbeitung: Zunächst wird der SAKRET Feinputz mit sauberem und kaltem Leitungswasser in einem sauberen Gefäß angemischt. Dies geschieht unter ständigem Rühren mit einem geeigneten Rührwerk. Als Ausgleichsputz wird der SAKRET Feinputz in bis maximal 10 mm Schichtdicke aufgetragen. Dazu wird er mit der Glättkelle aufgezogen, mit einer Richtlatte abgezogen und mit einem Gitterrabott aufgeraut. Als dekorativer Oberputz kommt der SAKRET Feinputz vollflächig mit der Glättkelle in einer Dicke von 2 bis 3 mm auf den Untergrund. Zusammenhängende Flächen sollten am Stück verputzt werden.
  3. Nachbehandlung: Sobald der SAKRET Feinputz ansteift, kann die Oberfläche gefilzt werden. Um eine schattenfreie Fläche zu erhalten, wird ein anschließender Egalisationsanstrich empfohlen. Der Feinputz muss vor Sonneneinstrahlung, Zugluft, Frost, Schlagregen sowie zu hohen (> 30 °C) und zu niedrigen (< 5 °C) Temperaturen geschützt werden.

Alle oben genannten Verarbeitungsempfehlungen sind unverbindlich. Die Angaben beziehen sich auf den gewöhnlichen Verwendungszweck. Mehr Informationen sind im Technischen Merkblatt zu finden.

Tipp

Die Bedeutung der Wasserdampfdiffusion wird oft überschätzt, da nur etwa 2 bis 5% der im Raum vorhandenen Feuchtigkeit über diesen Mechanismus nach außen transportiert wird. Der überwiegende Anteil der Luftfeuchtigkeit muss durch Lüften abgeführt werden.

Die Vielfalt mineralischer Putze von SAKRET nehmen die überflüssige Feuchtigkeit aus der Luft auf und bieten sich besonders für z. B. Bad und Küche an.

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