Diffusion

Man kann die Diffusion auch als „Ausbreiten“, „Verbreiten“ oder „Verstreuen“ von z. B. Wasserdampf verstehen.

Diffusion ist aus dem Lateinischen (= ausbreiten) abgeleitet und beschreibt die Wanderung von Gasen, wie z. B. Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid, Schwefeldioxid usw., durch Baustoffe und Bauteile.   

Hervorgerufen wird diese Wanderung durch eine unterschiedliche Konzentration bzw. Verteilung der Gase. Infolgedessen findet ein Ausgleich der verschiedenen Konzentrationen statt, in der Regel von "Warm" (= hoher Wasserdampfdruck) nach "Kalt" (= niedriger Wasserdampfdruck) bzw. von "Feucht" (= hohe relative Luftfeuchtigkeit) nach "Trocken" (= geringe relative Luftfeuchtigkeit).

Anwendungsbereich

Ihre Anwendung findet die Diffusion in feuchtebelasteten Räumen wie Badezimmern und Küchen. Hier nimmt die Raumluft oft viel Feuchtigkeit auf. Wenn die Diffusion des Wasserdampfes durch bestimmte Materialien (z. B. Glas, Stahl) komplett verhindert wird, kommt es zu stehender Feuchtigkeit, was Schimmelbildung begünstigt. Um das zu vermeiden, sollten Materialien im Raum eingesetzt werden, die diese erhöhte Feuchtigkeit kompensieren können. Der richtige Putz beispielsweise ist in der Lage, den Wasserdampf aufzunehmen und damit den Raum zu entlasten. Dafür kann er ihn nach längerer Zeit wieder an die trockenere Luft an, ohne Schäden davonzutragen. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur Regulierung des Raumklimas. Es gilt trotzdem zu beachten, dass auch Putze nur eine begrenzte Menge Wasserdampf aufnehmen können.

Verarbeitung

Im Folgenden wird die Verarbeitung eines diffusionsoffenen Putzes am Beispiel des SAKRET Feinputzes beschrieben.

  1. Vorbereitung: Zur Anwendung des SAKRET Feinputzes darf der Untergrund weder Ausblühungen noch Frost aufweisen und muss fest, sauber und tragfähig sein. Altputze müssen auf Tragfähigkeit und Haftung geprüft werden.
  2. Verarbeitung: Zunächst wird der SAKRET Feinputz mit sauberem und kaltem Leitungswasser in einem sauberen Gefäß angemischt. Dies geschieht unter ständigem Rühren mit einem geeigneten Rührwerk. Als Ausgleichsputz wird der SAKRET Feinputz in bis maximal 10 mm Schichtdicke aufgetragen. Dazu wird er mit der Glättkelle aufgezogen, mit einer Richtlatte abgezogen und mit einem Gitterrabott aufgeraut. Als dekorativer Oberputz kommt der SAKRET Feinputz vollflächig mit der Glättkelle in einer Dicke von 2 bis 3 mm auf den Untergrund. Zusammenhängende Flächen sollten am Stück verputzt werden.
  3. Nachbehandlung: Sobald der SAKRET Feinputz ansteift, kann die Oberfläche gefilzt werden. Um eine schattenfreie Fläche zu erhalten, wird ein anschließender Egalisationsanstrich empfohlen. Der Feinputz muss vor Sonneneinstrahlung, Zugluft, Frost, Schlagregen sowie zu hohen (> 30 °C) und zu niedrigen (< 5 °C) Temperaturen geschützt werden.

Alle oben genannten Verarbeitungsempfehlungen sind unverbindlich. Die Angaben beziehen sich auf den gewöhnlichen Verwendungszweck. Mehr Informationen sind im Technischen Merkblatt zu finden.

Tipp

Der Diffusionsprozess verläuft unabhängig von Luftbewegungen. Die Trocknung von Flächen funktioniert auch, wenn keine Lüftung erfolgt, auch wenn das die Trocknung beschleunigen kann.

Die Vielfalt mineralischer Putze von SAKRET nehmen die überflüssige Feuchtigkeit aus der Luft auf und bieten sich besonders für z. B. Bad und Küche an.

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