Dampfbremse

Die Dampfbremse sollte nicht mit der sogenannten Dampfsperre verwechselt werden.

Dünne Schichten eines Materials werden als Dampfbremse bezeichnet, wenn sie einen besonders hohen Wasserdampfdiffusionswiderstand haben.

Im Allgemeinen gilt eine Schicht als Dampfbremse, wenn ihre sogenannte wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke > 10 m (sd-Wert) beträgt. Der Wert gibt die Dicke einer Schicht Luft an, die genauso viel Wasserdampf diffundieren lässt wie das entsprechende Bauteil. Ab einem sd-Wert von größer als 1500 m spricht man dann von einer Dampfsperre, die im Prinzip gar keinen Wasserdampf mehr durchlässt. Aufgrund thermischer Gesetzmäßigkeiten findet eine Dampfdiffusion durch ein Bauteil immer von der warmen zur kalten Seite statt. Je nach klimatischen Bedingungen kann es dann zur Kondensation (Tauwasserbildung) an der kälteren Stelle des Bauteils kommen.

Anwendungsbereich

Die Anordnung einer Dampfbremse soll das Eindringen von Luftfeuchtigkeit in Bauteile und infolgedessen deren Durchfeuchtung und Mauerwerksschäden verhindern. Hierzu müssen sie dicht verlegt werden und dürfen nicht beschädigt sein. In der Regel werden Dampfbremsen innenseitig, also zum Innenraum hin (z. B. Dachgeschoss oder Schwimmbäder), angeordnet. Die Dampfbremsschichten werden häufig als PE-Dampfbremsfolien umgesetzt.

Im Gegensatz zur Dampfsperre ist es bei Dampfbremsen nicht so schlimm, wenn Löcher oder Lücken in der Schicht entstehen, weil auch dann Wasserdampf zurück nach außen geleitet werden kann. Besonders bei der Dämmung von Dachböden eignet sich daher eine Dampfbremsschicht.

Verarbeitung

Im Folgenden wird die Verarbeitung des SAKRET Kalk-Zement-Putzes leicht ebenfalls zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit beschrieben.

  1. Vorbereitung: Vor dem Auftragen des SAKRET Kalk-Zement-Putzes leicht müssen minderfeste Oberflächenschichte (wie Schmutz oder Staub) vollständig entfernt werden. Je nach Saugverhalten muss der Untergrund mit einer Haftspachtelung, einem Spritzbewurf oder per Vornässen vorzubehandeln.
  2. Verarbeitung: Der SAKRET Kalk-Zement-Putz leicht sollte in einem sauberen Mischgefäß mit sauberem, kaltem Leitungswasser unter ständigem Rühren mit einem geeigneten Rührwerk ohne Klumpenentstehung und homogen durchmischt werden. Anschließend wird er entweder per Hand oder mit einer Putzmaschine aufgetragen. Er wird mit einer Glättkelle von unten nach oben aufgezogen. Die Schicht sollte minimal 10 mm und maximal 20 mm dick sein. Anschließend wird der Putz mit einer Richtlatte abgezogen und nach dem Erhärten aufgeraut.
  3. Nachbehandlung: Vor dem Auftrag von nachfolgenden Putzen oder Fliesenarbeiten muss eine Mindesttrocknungszeit des Unterputzes von ca. 1 Tag pro mm Schichtdicke (witterungsabhängig) eingehalten werden. Der SAKRET Kalk-Zement-Putz leicht sollte vor direkter Sonneneinstrahlung, Frost, Schlagregen, Zugluft sowie zu hohen (> 30 °C) und zu niedrigen (< 5 °C) Temperaturen geschützt werden. Freistehende Oberflächen während der Trocknungszeit vor zu schnellem Austrocknen schützen. Empfohlen wird hier z.B. das Abhängen des Gerüstes mit Folie oder feuchten Jutesäcken. Die Nachbehandlungsdauer richtet sich nach den Witterungs-bedingungen.

Alle oben genannten Verarbeitungsempfehlungen sind unverbindlich. Die Angaben beziehen sich auf den gewöhnlichen Verwendungszweck. Mehr Informationen sind im Technischen Merkblatt zu finden.

Tipp

Als Alternative zur einfachen Dampfbremse werden bei der Dämmung mittlerweile auch saugfähige Dämmstoffe in Verbindung mit einer feuchtvariablen Dampfbremse angeboten, die das Trocknen der Wand erleichtern.

Zur Regulierung der Diffusion von Wasserdampf bietet SAKRET Kalkputze im Sortiment.

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