Verputzen

Verputzen beschreibt den Vorgang, in dem ein Bauwerk wie eine Mauer mit einer Putzschicht ausgestattet wird.

Das Verputzen der Wände kann sowohl im Innen- wie auch im Außenbereich erfolgen. Dabei kann die Putzschicht unterschiedlichen Zwecken dienen. Im Innenbereich dominiert natürlich die Optik, durch die der Putz bestechen soll. Alternativ ist er auch beliebt, um eine angemessene Grundlage für darauf folgende Tapeten oder Fliesen zu bieten. Im Außenbereich dagegen erfüllt der Putz noch weitere Funktionen. Dazu zählt u. a. ein robuster Schutz des Mauerwerks gegenüber Witterungseinflüssen, also Frost, Regen, Wind etc. Abgesehen davon wirken bestimmte Putze auch der Bildung von Schimmel- oder Algen an der Fassade entgegen. Manche verleihen der Wand auch eine zusätzliche Wärmedämmwirkung.

Anwendungsbereich

Die aufgetragenen Putze werden z. B. anhand von Putzstärke, Putzfunktionen und Putzbestandteilen unterschieden. Genauso gängig ist die Benennung nach der Technik, mit der die Wand verputzt wird. Bezeichnet werden die Putze dann z. B. als:

  • Reibeputz (mit einem Reibebrett)
  • Filzputz (mit einem Filzbrett)
  • Glattputz (mit einer Glättkelle)
  • Kellenstrichputz (mit einer Glättkelle)
  • Rollputz (mit einem Roller)
  • Streichputz (mit einem Roller oder einer Glättkelle)

Vor allem das Verputzen als Rollputz oder Streichputz eignet sich für noch unerfahrene Hobby-Heimwerker. Diese Techniken sind besonders einfach umzusetzen.

Um die Haftung zwischen einzelnen Beschichtungen zu verbessern, werden die unteren Schichten Putz häufig mit einer Zahntraufel aufgekämmt. Das kann alternativ auch mit einem groben Besen umgesetzt werden.


Verarbeitung

Im Folgenden wird die Verarbeitung des SAKRET Kalk-Zement-Putzes leicht als Beispiel für einen Unterputz beschrieben.

  1. Vorbereitung: Vor dem Auftragen des SAKRET Kalk-Zement-Putzes leicht müssen minderfeste Oberflächenschichte (wie Schmutz oder Staub) vollständig entfernt werden. Je nach Saugverhalten muss der Untergrund mit einer Haftspachtelung, einem Spritzbewurf oder per Vornässen vorzubehandeln.
  2. Verarbeitung: Der SAKRET Kalk-Zement-Putz leicht sollte in einem sauberen Mischgefäß mit sauberem, kaltem Leitungswasser unter ständigem Rühren mit einem geeigneten Rührwerk ohne Klumpenentstehung und homogen durchmischt werden. Anschließend wird er entweder per Hand oder mit einer Putzmaschine aufgetragen. Er wird mit einer Glättkelle von unten nach oben aufgezogen. Die Schicht sollte minimal 10 mm und maximal 20 mm dick sein. Anschließend wird der Putz mit einer Richtlatte abgezogen und nach dem Erhärten aufgeraut.
  3. Nachbehandlung: Vor dem Auftrag von nachfolgenden Putzen oder Fliesenarbeiten muss eine Mindesttrocknungszeit des Unterputzes von ca. 1 Tag pro mm Schichtdicke (witterungsabhängig) eingehalten werden. Der SAKRET Reibeputz sollte vor direkter Sonneneinstrahlung, Frost, Schlagregen, Zugluft sowie zu hohen (> 30 °C) und zu niedrigen (< 5 °C) Temperaturen geschützt werden. Freistehende Oberflächen während der Trocknungszeit vor zu schnellem Austrocknen schützen. Empfohlen wird hier z.B. das Abhängen des Gerüstes mit Folie oder feuchten Jutesäcken. Die Nachbehandlungsdauer richtet sich nach den Witterungs-bedingungen.

Alle oben genannten Verarbeitungsempfehlungen sind unverbindlich. Die Angaben beziehen sich auf den gewöhnlichen Verwendungszweck. Mehr Informationen sind im Technischen Merkblatt zu finden.

Tipp

Ganz allgemein werden Putze in solche mit mineralischen Bindemitteln (z. B. Kalk, Zement, Lehm, Gips) und solche mit organischen Bindemitteln (allgemein Kunstharze) eingeteilt.

SAKRET führt für jeden Verwendungszweck den passenden Putz.

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Kalk-Zement-Putz leicht (MAP-L/655)

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