Kreiden

Das sogenannte Absanden bezieht sich im Gegensatz zum Kreiden auf andere Anwendungsbereiche (mineralische Putze, Natursteine etc.).

Kreiden beschreibt das Ablösen von weißen Bindemitteln, Pigmenten und Füllstoffen aus einer Oberfläche, in der Regel Fassadenfarben. Beim Abwischen entsteht der Eindruck einer "kreidenden" Oberfläche.

Die Ursache für das Kreiden ist die allgemeine Bewitterung. Hier wirken insbesondere die UV-Strahlen in der Sonneneinstrahlung auf die Fassadenoberfläche ein, die chemische Reaktionen auslöst. Auch auf feuchtigkeitsbelasteten Bereichen tritt das Kreiden intensiver in Erscheinung. Füllstoffe in der Fassadenfarbe können über die Zeit durch Wassereinwirkung gelöst werden. Optisch fällt dieser Effekt dadurch auf, dass helle Farbtöne langsam ihre Strahlkraft verlieren. Denn die Weißanteile werden ja aus der Farboberfläche gelöst.

Anwendungsbereich

Ein direkter Neuanstrich empfiehlt sich natürlich nicht. Die gelösten Bestandteile auf der Oberfläche garantieren in keinem Fall einen ausreichenden Halt der neuen Farbe. Als Lösung für das Kreiden muss zunächst die oberste kreidende Schicht gründlich entfernt werden, beispielsweise mit einem feuchten Schwamm. Anschließend sollte die Haftung mittels einer Grundierung für stärker saugende Untergründe sicher gestellt werden. Schließlich kann die Wand mit der gewählten neuen Farbe aufgehübscht werden.

Verarbeitung

Die Herstellung der Haftung auf dem Untergrund kann als Beispiel durch den SAKRET Tiefengrund gezeigt werden:

  1. Vorbereitung: Der Untergrund muss vor dem Auftragen fest, trocken, frei von Rissen und Verschmutzungen sowie Verfärbungen und mikrobiellem Befall sein. Mit Probeflächen kann getestet werden, ob die angemessene Haftung für die Grundierung gegeben ist.
  2. Verarbeitung: Vor dem Anmischen muss der Behälter einmal kräftig geschüttelt werden. Bei sehr stark saugenden Untergründen wird der Tiefengrund 1:1 mit Leitungswasser gemischt. Anschließend kann die Grundierung gleichmäßig mit einer Rolle, einem Quast oder einem Pinsel auf den Untergrund aufgebracht werden. Die Grundierung muss in den Untergrund eindringen. Pfützen sollten nicht entstehen.
  3. Nachbehandlung: Das trocknende Material sollte vor direkter Sonneneinstrahlung, Zugluft sowie vor zu hohen (> 30 ℃) und zu niedrigen (< 5 ℃) Temperaturen geschützt werden. Bleibende Glanzstellen sollten vor folgenden Arbeiten leicht angeschliffen werden.

Alle oben genannten Verarbeitungsempfehlungen sind unverbindlich. Die Angaben beziehen sich auf den gewöhnlichen Verwendungszweck. Mehr Informationen sind im Technischen Merkblatt zu finden.

Tipp

Das Kreiden kann alternativ mit einem Klebeband überprüft werden.

Das SAKRET-Sortiment bietet für jeden Untergrund das passende Produkt, damit jede Beschichtung darauf hält.

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