Kratzspachtelung

Eine alternative Bezeichnung für die Kratzspachtelung ist Kontaktspachtelung.

Kratzspachtelung ist eine Untergrundvorbehandlung für nachfolgende Beschichtungen. Der Name rührt vom typischen Geräusch der Traufel beim Abziehen der Spachtelung her.

Sie dient dazu, Öffnungen, Vertiefungen, Risse, Poren und Lunker sowie kleinere Unebenheiten zu egalisieren. Die Kratzspachtelung stellt bei Beschichtungen, bei denen eine Mindestschichtdicke gefordert wird, keine erste Schicht dar und hat ausschließend die Aufgabe, den Untergrund für nachfolgende Beschichtungen vorzubereiten.

Anwendungsbereich

Zur Anwendung kommt die Kratzspachtelung insbesondere bei dem Auftragen von Abdichtungen. Hier wird die erste Schicht Abdichtung häufig mit dem gleichen Baustoff aufgetragen, muss sie aber nicht. Mit der glatten Seite einer Kelle trägt man eine kleine Menge der Abdichtungsmasse auf den Untergrund auf und zieht ihn extrem dünn über eine große Fläche ab. Durch den engen Kontakt der Kelle mit dem Untergrund entsteht das namensgebende „kratzen“.

Im Anschluss an die Trocknungszeit können zwei getrennte Lagen der Abdichtungsmasse auf den Untergrund aufgebracht werden. Diese erfolgen dann meist mit einer gezahnten Kelle.

Ebenso wird bei Fliesenlegerarbeiten teilweise auf die Kratzspachtelung auf der Rückseite der Fliesen gesetzt. Je nach Fliese wird diese Methode jedoch kritisch gesehen.

Verarbeitung

Zur ordentlichen Verarbeitung einer Abdichtung wird im Folgenden die SAKRET Abdichtung mineralisch vorgestellt:

  1. Vorbereitung: Der Untergrund muss vor dem Auftragen fest, staubfrei, trocken und tragfähig sein. Zunächst sollte eine Grundierung (z. B. die SAKRET Universalgrundierung) aufgetragen werden.
  2. Verarbeitung: Das Material wird in einem sauberen Mischgefäß mit kaltem, sauberen Wasser angemischt. Aufgetragen wird die Abdichtung mineralisch durch Rollen mit einer Fellrolle, durch Streichen mit einem Pinsel oder durch Spachteln mit einer Glättkelle. Insgesamt muss eine Schichtdicke von mindestens 2,2 mm (nass) erreicht werden. Beim Spachteln wird die erste Schicht als Kratzspachtelung aufgetragen. Nach dem Trocknen wird die zweite Schicht mit der gezahnten Glättkelle aufgebracht und abgezogen.
  3. Nachbehandlung: Während des Trocknens muss die Abdichtung mineralisch vor Regen, direkter Sonneneinstrahlung, Zugluft sowie zu hohen (> 25 ℃) und zu niedrigen (< 5 ℃) Temperaturen geschützt werden.

Alle oben genannten Verarbeitungsempfehlungen sind unverbindlich. Die Angaben beziehen sich auf den gewöhnlichen Verwendungszweck. Mehr Informationen sind im Technischen Merkblatt zu finden.

Tipp

Die Kratzspachtelung wird bei Abdichtungen z. B. zum Schutz vor Wasser unter keramischen Fliesen und Platten eingesetzt.

Die SAKRET Abdichtungen schützen folgende Schichten – korrekt in der Kratzspachtelung aufgetragen – erfolgreich vor den Unebenheiten im Untergrund.

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