Terrassenbeläge richtig verlegen – Belastung und Wasserdurchlässigkeit

Mit Bodenbelägen aus Beton, Naturstein oder Keramik schaffst Du schöne Räume auf Balkons und Terrassen und sorgst für stabile und funktionale Wege und Freiflächen. Das alles kannst Du selber machen: Wir zeigen Dir, wie das geht.

Für jeden Belag gibt es außerdem wichtige Tipps zur Pflege.

Balkon, Terrasse oder andere Außenflächen sind bei Dir in die Jahre gekommen? Du willst sie jetzt neu gestalten und mit neuen Belägen trendige oder praktische Orte schaffen, an denen Du Dich mit der Familie oder Deinen Freunden gerne aufhältst? Wir helfen Dir dabei – mit unserer ganzen Kompetenz und mit den passenden Produkten für jeden Schritt.

Ein paar Dinge musst Du allerdings vorher abklären, zum Beispiel die Belastung der Flächen oder die Art der Fugen. Für welches Material willst Du Dich entscheiden: Beton, Naturstein oder Keramik? Mit dem Einsatz des richtigen Verlege- und Fugenmörtels für den entsprechenden Untergrund und die gewählte Belagsart ist die Arbeit flexibel und einfach.

Wie stark wird mein Boden belastet?

Die erste wichtige Frage, die Du Dir beim Planen Deines neu verlegten Bodens stellen solltest, ist die Stärke der Belastung. Zu Belastungen zählen nicht nur Fahrzeuge, sondern auch gemauerte Grillkamine oder Menschenansammlungen. Das ist nicht nur für den Untergrund und die Tragschicht wichtig, sondern auch für das Material, das Du für den Belag auswählst – und damit für die Art der Fuge.

Es gibt zwei Klassen, die für Dich als Heimwerker wichtig sind:
Die Klasse N1 beschreibt Flächen, die Du in der Regel nicht mit Fahrzeugen befährst: Terrassen, Gartenwege oder Sitzplätze.
Die Klasse N2 betrifft Flächen, auf denen Fahrzeuge bis 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht fahren oder stehen, also zum Beispiel Garagenzufahrten oder Stellplätze. Je nachdem, wie Du die Fläche also hinterher nutzt, planst Du den weiteren Aufbau und das Material, das Du verwendest.

Unterschied: Wasserdurchlässiger oder wasserundurchlässiger Belag?

Eine wichtige Frage bei der Vorbereitung der Terrasse ist, ob der Belagsaufbau wasserdurchlässig oder wasserundurchlässig sein soll. Aber auch der gewünschte Wartungs- und Pflegeaufwand ist bei der Entscheidung für eine dieser Ausführungen zu berücksichtigen. In Bezug auf Terrassen gilt: wasserdurchlässige Verlegung wird am besten bei nicht überdachten Terrassen durchgeführt, wasserundurchlässige Verlegung eignet sich hervorragend für Terrassen, bei denen ein Dach für das Ableiten von Regenwasser sorgt.

links: wasserundurchlässig, rechts: wasserdurchlässig

Wasserdurchlässig bedeutet, dass der Belag das (Regen-)wasser zu den unteren Schichten leitet und dadurch mehrere Vorteile ausspielen kann. Einerseits verhindert es Frostschäden, Ausblühungen oder Überschwemmungen im Außenbereich. Darüber hinaus verhindern wasserdurchlässige Baustoffe das Entstehen von Ungeziefer und Unkraut. und sind flexibel. Dadurch dass du Wasser dem Kreislauf zurückführst, sparst Du auch Abwassergebühren.

Die wasserundurchlässige Verlegung hat dafür den Vorteil, dass es Schimmelbildung unter und zwischen den Fugen, sowie die Entstehung von Unkraut verhindert. Oftmals ist es auch ratsam, sich für eine wasserundurchlässige Ausführung zu entscheiden, wenn ein Gefälle vorliegt. Hier ist es sinnvoller, das Wasser über ein spezielles Abführsystem abzuleiten, als das Wasser auf der Fläche versickern zu lassen.

Die Frage, wie belastbar Dein Boden sein soll. geht Hand in Hand damit, ob der Belagsaufbau wasserdurchlässig oder wasserundurchlässig sein soll. Eine wasserdurchlässige Ausführung eignet sich für Flächen, die nicht besonders stark belastet oder befahren werden: für Terrassen, Gartenwege oder Privateinfahrten.

Eine wasserundurchlässige Ausführung dagegen bietet sich bei überdachten Terrassen und stark befahrenen und belasteten Flächen an.