Sorption

Im Zusammenhang mit Sorption spricht man auch von der Sorptionsfeuchte bzw. Gleichgewichtsfeuchte von Baustoffen. Andere Bezeichnungen sind Bilanzfeuchte oder praktischer Feuchtegehalt.

Sorption ist der übergeordnete Begriff für den Stoffaustausch zwischen zwei Stoffen, bestehend aus Absorption (lat. Absorbere = verschlucken, Aufnehmen) und Desorption (Abgabe).

Da alle Baustoffe mehr oder weniger hygroskopisch sind, nehmen sie Luftfeuchtigkeit auf (Absorption) oder geben sie ab (Desorption), je nach dem Gehalt an Wasserdampf in ihrer Umgebung. Dieser Vorgang entspricht dem Bestreben, einen Gleichgewichtszustand herzustellen.

Der Feuchtegehalt eines Baustoffes hängt immer von der jeweils vorhandenen Luftfeuchtigkeit ab. Jeder Baustoff hat bei jeder Luftfeuchte einen baustofftypischen Feuchtegehalt. Daran können die Baustoffen auch klar unterschieden werden.

Ist der Wassergehalt des Baustoffes im Gleichgewicht mit der Luftfeuchte, hat er seine baustofftypische Ausgleichs- oder Sorptionsfeuchte erreicht.

Anwendungsbereich

Bei gleicher Lufttemperatur und gleicher Luftfeuchtigkeit weisen beispielsweise Holz und Ziegel weit unterschiedliche Werte bei der Sorptionsfeuchte auf. Holz speichert ca. 15% seines Gewichts an Wasser ab, während Ziegel nur 1,5 % ihres Volumens speichern. Porenbeton nimmt ca. 4,5 % seines Gewichts an Wasser auf. Die Sorptions- also Wasserdampfaufnahmefähigkeit hat ebenso einen wichtigen Einfluss auf das Regulieren des Raumklimas.

Verarbeitung

Es folgt eine Beschreibung des diffusionsoffenen SAKRET Kalk-Zement-Putzes leicht, der zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit beiträgt:

  1. Vorbereitung: Vor dem Auftragen des SAKRET Kalk-Zement-Putzes leicht müssen minderfeste Oberflächenschichte (wie Schmutz oder Staub) vollständig entfernt werden. Je nach Saugverhalten muss der Untergrund mit einer Haftspachtelung, einem Spritzbewurf oder per Vornässen vorzubehandeln.
  2. Verarbeitung: Der SAKRET Kalk-Zement-Putz leicht sollte in einem sauberen Mischgefäß mit sauberem, kaltem Leitungswasser unter ständigem Rühren mit einem geeigneten Rührwerk ohne Klumpenentstehung und homogen durchmischt werden. Anschließend wird er entweder per Hand oder mit einer Putzmaschine aufgetragen. Er wird mit einer Glättkelle von unten nach oben aufgezogen. Die Schicht sollte minimal 10 mm und maximal 20 mm dick sein. Anschließend wird der Putz mit einer Richtlatte abgezogen und nach dem Erhärten aufgeraut.
  3. Nachbehandlung: Vor dem Auftrag von nachfolgenden Putzen oder Fliesenarbeiten muss eine Mindesttrocknungszeit des Unterputzes von ca. 1 Tag pro mm Schichtdicke (witterungsabhängig) eingehalten werden. Der SAKRET Kalk-Zement-Putz leicht sollte vor direkter Sonneneinstrahlung, Frost, Schlagregen, Zugluft sowie zu hohen (> 30 °C) und zu niedrigen (< 5 °C) Temperaturen geschützt werden. Freistehende Oberflächen während der Trocknungszeit vor zu schnellem Austrocknen schützen. Empfohlen wird hier z.B. das Abhängen des Gerüstes mit Folie oder feuchten Jutesäcken. Die Nachbehandlungsdauer richtet sich nach den Witterungs-bedingungen.

Alle oben genannten Verarbeitungsempfehlungen sind unverbindlich. Die Angaben beziehen sich auf den gewöhnlichen Verwendungszweck. Mehr Informationen sind im Technischen Merkblatt zu finden.

Tipp

Je poröser Baustoffe im Allgemeinen sind, desto sorptionsfähiger sind sie auch.

SAKRETs kalkhaltige Putze sorgen mit ihrer Sorptionsfähigkeit für eine erfolgreiche Regulierung der Luftfeuchtigkeit.

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Kalk-Zement-Putz leicht (MAP-L/655)

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