Sättigungsfeuchte

Mittels der Sättigungsfeuchte kann der Durchfeuchtungsgrad eines Bauteils
bestimmt werden.

Sättigungsfeuchte ist der Feuchtezustand eines Baustoffes oder Bauteiles, wenn alle zugänglichen Poren (oder Hohlräume) mit Wasser gefüllt sind. Sie wird meist in m³ Wasser/ m³ des Baustoffes angegeben.

Die Sättigungsfeuchte macht deutlich, dass nicht der am Bauwerk gemessene Wassergehalt einer Probe ausschlaggebend ist, sondern der prozentuale Wassergehalt bezogen auf die Sättigungsfeuchte, also der Durchfeuchtungsgrad. Aus dem Verhältnis der vorhandenen Materialfeuchte zur Sättigungsfeuchte kann das Ausmaß der Durchfeuchtung abgeleitet werden.

Der Durchfeuchtungsgrad wird auch maßgeblich durch die äußeren Bedingungen beeinflusst, also v. a. die relative Luftfeuchtigkeit und die Temperatur. Daher wird teilweise auch zu spezifischen Sättigungsfeuchten für einen Baustoff gegriffen, je nach relativer Luftfeuchtigkeit und Temperatur.


Anwendungsbereich

Die Sättigungsfeuchte unterscheidet sich ebenso stark je nach Baustoff. Seine Struktur, insbesondere die Zahl, Art, Größe und Form seiner Poren, bestimmt, wie viel Wasser er aufnehmen kann. Beton hat z. B. eine relativ geringe Sättigungsfeuchte. Kalk-Zement-Mörtel kann bereits sehr viel mehr Wasser aufnehmen, auch mehr als gewöhnlicher Zementmörtel. Holz wiederum liegt in seiner Sättigungsfeuchte noch einmal deutlich über dem Kalk-Zement-Mörtel.

Verarbeitung

Im Folgenden wird die Verarbeitung des atmungsaktiven SAKRET Kalk-Zement-Putzes leicht dargestellt:

  1. Vorbereitung: Vor dem Auftragen des SAKRET Kalk-Zement-Putzes leicht müssen minderfeste Oberflächenschichte (wie Schmutz oder Staub) vollständig entfernt werden. Je nach Saugverhalten muss der Untergrund mit einer Haftspachtelung, einem Spritzbewurf oder per Vornässen vorzubehandeln.
  2. Verarbeitung: Der SAKRET Kalk-Zement-Putz leicht sollte in einem sauberen Mischgefäß mit sauberem, kaltem Leitungswasser unter ständigem Rühren mit einem geeigneten Rührwerk ohne Klumpenentstehung und homogen durchmischt werden. Anschließend wird er entweder per Hand oder mit einer Putzmaschine aufgetragen. Er wird mit einer Glättkelle von unten nach oben aufgezogen. Die Schicht sollte minimal 10 mm und maximal 20 mm dick sein. Anschließend wird der Putz mit einer Richtlatte abgezogen und nach dem Erhärten aufgeraut.
  3. Nachbehandlung: Vor dem Auftrag von nachfolgenden Putzen oder Fliesenarbeiten muss eine Mindesttrocknungszeit des Unterputzes von ca. 1 Tag pro mm Schichtdicke (witterungsabhängig) eingehalten werden. Der SAKRET Reibeputz sollte vor direkter Sonneneinstrahlung, Frost, Schlagregen, Zugluft sowie zu hohen (> 30 °C) und zu niedrigen (< 5 °C) Temperaturen geschützt werden. Freistehende Oberflächen während der Trocknungszeit vor zu schnellem Austrocknen schützen. Empfohlen wird hier z.B. das Abhängen des Gerüstes mit Folie oder feuchten Jutesäcken. Die Nachbehandlungsdauer richtet sich nach den Witterungs-bedingungen.

Alle oben genannten Verarbeitungsempfehlungen sind unverbindlich. Die Angaben beziehen sich auf den gewöhnlichen Verwendungszweck. Mehr Informationen sind im Technischen Merkblatt zu finden.

Tipp

Die Größe der Poren eines Baustoff sind wichtig, da sie die Oberfläche des Stoffes vergrößern, und gleichzeitig passend für die Größe eines Wassermoleküls sein müssen.

SAKRET bietet mit seinen kalkhaltigen Putzen mit hoher Sättigungsfeuchte eine super Möglichkeit, das Raumklima durch die Aufnahme von Wasserdampf aus der Luft zu regulieren.

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Kalk-Zement-Putz leicht (MAP-L/655)

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