Offene Zeit

Synonym zur offenen Zeit kann von Einlegezeit oder Kontaktklebezeit gesprochen werden. Der Begriff ist verwandt mit den Begriffen Topfzeit und Abbindezeit, jedoch nicht synonym verwendbar. Bei Dispersionsklebern spricht man auch von Nassklebezeit.

Offene Zeit ist bei Klebern und Mörteln der maximale Zeitraum zwischen dem Mörtelauftrag und dem Zusammenbringen der entsprechenden Teile, z. B. einer Fliese.

Die Topfzeit bezieht sich auf kompliziertere Baustoffe, die mehrkomponentig sind. Hier wird also nicht nur Wasser hinzugegeben, sondern mehrere chemische Teile werden vermischt. Der Zeitraum, in dem diese Klebemischung nach dem Anmischen noch eine verarbeitbare Konsistenz besitzen, ist die Topfzeit. Die Abbindezeit schließlich ist leicht verständlich die Zeit, die ein Klebemörtel (oder andere Mörtel) benötigt, um vom flüssigen in den festen Zustand überzugehen.

Anwendungsbereich

Die offene Zeit muss bei Klebern und Klebemörteln beim Verarbeiten unbedingt bedacht werden. Zum Ende der offenen Zeit kommt es zur Bildung einer trockenen Haut an der obersten Schicht des Klebemörtels. Hier kann also keine Benetzung mehr erfolgen. Die Haftung mit dem entsprechenden Bauteil ist nicht mehr gewährleistet. Bei der Länge offenen Zeit gibt es mehrere Dinge zu bedenken. Eine längere offene Zeit beim Verkleben erleichtert natürlich das Verlegen von mehreren Fliesen oder Platten auf einmal. Dafür ermöglicht eine kurze offene Zeit, dass das entsprechende Bauteil extrem schnell fest steht und die Arbeit schnell erledigt ist.

Verarbeitung

Als Beispiel kann hier die Verarbeitung des SAKRET Setz-Fix mit einer extrem kurzen offenen Zeit gezeigt werden:

  1. Vorbereitung: Zunächst in festem Erdboden ein Loch/Graben ausheben. Die Seitenflächen und der Boden des ausgehobenen Bereichs sind mit Wasser anzufeuchten.
  2. Verarbeitung: Je nach Anwendung wird der SAKRET Setz-Fix direkt eingestreut oder zunächst ein einzubauendes Bauteil senkrecht ausgerichtet und fixiert. Die Schichtdicken dürfen maximal 20 cm betragen. Anschließend wird der Trockenmörtel mit einer Gießkanne mit Wasser benetzt.
  3. Nachbehandlung: Nach wenigen Minuten erfolgt die Erhärtung. Eine Lageänderung ist dann nicht mehr möglich. Nach 24 h ist die Erhärtung so weit, dass leichte Belastungen möglich sind. Nach 7 Tagen sind schwerere Belastungen wie bei Spielgeräten möglich.

Alle oben genannten Verarbeitungsempfehlungen sind unverbindlich. Die Angaben beziehen sich auf den gewöhnlichen Verwendungszweck. Mehr Informationen sind im Technischen Merkblatt zu finden.

Tipp

Die offene Zeit bewegt sich bei den meisten Klebern im Bereich von 10 – 60 Minuten.

Bei SAKRET gibt es eine große Variation an Klebemörteln mit extrem kurzen und sehr langen offenen Zeiten – für jedes Projekt das passende Produkt.

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