Feuchte Kellerwände selbstständig sanieren und verputzen

Feuchte Keller mit feuchten Wänden brauchen eine Abdichtung, aber auch einen neuen Putz. Wie Du eine nasse Wand in den Griff bekommst und die Kellerwand so verputzen kannst, dass die Räume schnell und dauerhaft wieder nutzbar sind, zeigt Dir unsere Anleitung. Für die Kellersanierung setzt Du am besten einen Sanierputz ein. Um zu erfahren, wie viel Du von den benötigten Produkten für Dein Vorhaben genau brauchst, schaue Dir gern auch unseren Projektplaner "Kellerwand sanieren" an. Dort bekommst Du weitere nützliche Tipps zur Verarbeitung der Produkte.

Anleitung: Kellerwand sanieren in 6 Schritten

  1. Untergrund vorbereiten, Altputz abschlagen, Fugen auskratzen
  2. Sanierputz zweilagig auftragen
  3. Dünnschichtigen Klebespachtel auftragen
  4. Putzgrund auftragen
  5. Oberputz anmischen und auftragen
  6. Oberputz strukturieren

Für eine entspannte Party im frisch sanierten Keller kannst Du gleich Deine Freunde mit einladen! Zeig' ihnen, wie einfach es war!

Schichtaufbau zum Sanieren und Verputzen Deiner Kellerwände

1. Untergrund vorbereiten, Altputz abschlagen, Fugen auskratzen

Zunächst solltest Du den Zustand Deines Untergrundes und die Materialart prüfen. Folgende Fragen helfen Dir dabei: Ist der Untergrund direkt zum Verputzen geeignet? Ist er tragfähig genug? Ist er fest genug? Lockerere Schichten müssen hier vor weiteren Schritten entfernt werden. Dazu gehören unter anderem Schmutz, Staub, Fett, Öl oder Farbrückstände.

Befindet sich der durchfeuchtete und damit nicht mehr tragfähige Teil des Altputzes unten, muss er auf jeden Fall entfernt werden – und zwar auf der gesamten Länge der Wand und in einer Höhe von 80 bis 100 cm über der feuchten Stelle. Zum Abschlagen empfehlen wir Dir dabei Hammer und Meißel. Weist Deine Wand im oberen Drittel feuchte Stellen auf, musst Du so oder so die gesamte Wandfläche von Altputz befreien. Im Anschluss daran kratzt Du die Fugen im Mauerwerk ca. 1,5 cm tief aus. Kehre Reste am besten noch mit einem Besen aus.

2. Sanierputz zweilagig auftragen

Mische nun eine ausreichende Menge Sanierputz wie den Sanierungsputz wie auf der Verpackung angegeben mit Wasser an. Den Sanierputz trägst Du in zwei Lagen auf. Insgesamt soll die Schicht Sanierputz eine Dicke von ca. 25 mm erhalten. Das Auftragen gelingt gut, indem Du den Putz mit einer Kelle anwirfst oder maschinell aufträgst. Direkt nach dem jeweiligen Auftragen der Lage ziehst Du den Putz glatt mit einer Kartätsche – also einem sehr langen Reibebrett – ab. Die 1. Lage Putz lässt Du mindestens 4 h trocknen, höchstens aber 3 Tage. Bei der 2. Lage gehst Du wieder genauso vor. Beide Schichten solltest Du aber nicht dünner als 10 mm auftragen, damit die Haftung nicht leidet. Willst Du danach zum Malerpinsel greifen, mache weiter mit Schritt 3. Soll dagegen ein ordentlicher Putz auf Deine Wand, ist Schritt 4 der nächste.

3. Dünnschichtigen Klebespachtel auftragen

Du willst also einen schönen Anstrich auf Deine Wand zaubern. Damit die Farbe später auch perfekt und gleichmäßig auf Deiner Wand aussieht, ist das Auftragen eines Klebespachtels in ganz dünner Schicht absolut zu empfehlen. Mit ihm schaffst Du eine angenehm feine, helle und streichfähige Oberfläche. Den Klebespachtel mischst Du mit sauberem Leitungswasser und einem Rührquirl an. In einer sehr dünnen Schicht (ca. 3 mm) kannst Du ihn anschließend mit einer Traufel auf die Wand auftragen. Für die Optik der Oberfläche hast Du jetzt zwei Optionen. Entweder Du greifst direkt zum Filzbrett und glättest den Spachtel, bevor er Zeit zum trocknen hat. Oder Du gibst ihm Zeit zum Trocknen, um ihn mit einem Reibebrett schön abzureiben. Schließlich kannst Du Deine heiß ersehnte Farbe auf die Wand aufbringen.

4. Putzgrund auftragen

Ein Putz soll es also werden. Zum passenden Putz gehört zunächst die passende Grundlage. Die bietet der Putzgrund, damit der Putz auch richtig auf dem Untergrund hält. Den Putzgrund trägst Du mit einer sauberen Rolle auf der ganzen Fläche auf Deinen Wänden auf. Lasse ihn gut durchtrocknen, damit er in den weiteren Schritten seine haftvermittelnde Funktion erfüllen kann.

5. Oberputz anmischen und auftragen

Hast Du Dir einen mineralischen Oberputzausgesucht, mischst Du ihn wie auf der Verpackung beschrieben mit Wasser und einem Rührquirl an. Das machst Du natürlich in einem sauberen Behälter. Hast Du stattdessen einen sogenannten pastösen Oberputz gewählt, brauchst Du ihn lediglich vor der Anwendung einmal schnell mit einem Quirl umrühren.

Den Oberputz trägst Du einfach mit einer Traufel auf der Oberfläche ansatzlos auf. Anschließend musst Du den Putz noch glatt abziehen.

6. Oberputz strukturieren

Nun hast Du den Putz schon einmal auf der Wand. Aber das reicht natürlich noch nicht. Der soll ja nach etwas aussehen. Also schnapp' Dir ein passendes Werkzeug und strukturiere die Oberfläche nach Belieben. Das Werkzeug kann z. B. ein Reibebrett, eine Kelle, ein Spachtel, ein Pinsel etc. sein. Willst Du vollkommen frei arbeiten, kannst Du den Putz sogar nur mit der Hand modellieren.

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