Mauersalpeter

Als Synonym für Mauersalpeter wird auch der Begriff Mauerfraß verwendet. Ebenfalls geläufig ist Kalksalpeter.

"Mauersalpeter" ist die umgangssprachliche Bezeichnung für bauschädigende Salze. Speziell bezieht er sich auf eine bestimmte Art von Salzen.

In der Regel wird mit "Mauersalpeter" nur das sogenannte Nitrat gemeint, obwohl es auch Chloride, Sulfate, Karbonate und andere Salze gibt. Alle diese Salze haben eine unterschiedliche Löslichkeit, Hygroskopizität, Kristallisations- und Hydratationsdruck. Alle haben jedoch gemein, dass sie mineralische Baustoffe zerstören können. Sie treten entweder innerhalb des Baustoffgefüges und/oder auf der Oberfläche in Form von Ausblühungen auf.

Anwendungsbereich

Der Mauersalpeter kommt in der Regel nur bei landwirtschaftlichen Betrieben bzw. deren Gebäuden oder bei Toilettenanlagen vor. In der Landwirtschaft bieten Pflanzenabfälle und die Nebenprodukte der Viehhaltung die Basis für die Entstehung des Salpeters, der in Wänden hochzieht. Begünstigt wird diese Entwicklung durch eine hohe Feuchtigkeit. Sind die Wände nicht ausreichend abgedichtet, treibt das die Ausblühungen weiter an. Außerdem löst der Salpeter den Kalk im Mörtel langsam heraus. Dadurch wird die Mauer langfristig instabil.

Um gegen den Salpeter vorzugehen, wird zu ähnlichen Mitteln wie bei anderer Salzbelastung gegriffen. Eine komplexe Horizontalsperre, die die Feuchtigkeit aus dem Boden abhält, eine Abdichtung auf der Außenseite der Wand (z. B. mit einer Dichtungsschlämme) oder das Auftragen eines Sanierputzes zum Entziehen der Salze aus dem Mauerwerk sind probate Maßnahmen.

Verarbeitung

Anhand der SAKRET Dichtungsschlämme wird im Folgenden das Abdichten gegen Feuchtigkeit an einer Mauer gezeigt:

  1. Vorbereitung: Der Untergrund muss zunächst fest, sauber, tragfähig, trocken und frei von Rissen sein. Für eine gute Haftung wird ein Ausgleichsputz auf die Wand empfohlen, z. B. der SAKRET Zementmörtel.
  2. Verarbeitung: Die Dichtungsschlämme wird in einem sauberen Gefäß mit sauberem, kalten Leitungswasser unter ständigem Rühren homogen angemischt. Je nach gewünschter Konsistenz Wasser hinzugeben (nicht zu viel!). Die Dichtungsschlämme wird auf einen vorgenässten Untergrund aufgetragen. Je nach Konsistenz wird der Mörtel mit einer Bürste bzw. einem Quast geschlämmt mit einer Glättkelle gespachtelt. Nach dem Trocknen einer ersten Schicht wird direkt die 2. Lage aufgetragen. Die Schichtdicke darf nicht größer als 6 mm sein.
  3. Nachbehandlung: Die Dichtungsschlämme sollte vor direkter Sonneinstrahlung, Schlagregen, Zugluft sowie zu hohen (> 30 ℃) oder zu niedrigen (< 5 ℃) geschützt werden. Unterstützend können z. B. feuchte Jutesäcke oder eine Folie vor das Gerüst gehängt werden.

Alle oben genannten Verarbeitungsempfehlungen sind unverbindlich. Die Angaben beziehen sich auf den gewöhnlichen Verwendungszweck. Mehr Informationen sind im Technischen Merkblatt zu finden.

Tipp

Zu den Maßnahmen zur Salzentfernung gehört auch das umfangreiche Entfernen des entsprechenden Putzes und das Auskratzen von belasteten Fugen.

SAKRET wappnet mit verschiedenen Produkten für die Herausforderung feuchte- und salzbelasteter Wände.

Ähnliche Begriffe

Diese Produkte könnten Dich interessieren

Produktbild von der starren Dichtschlämme des Unternehmens SAKRET
Dichtungsschlämme

Diese Projekte könnten Dich interessieren

Kellerwand sanieren – Anleitung gegen feuchte Kellerwände

Diese Artikel könnten Dich interessieren

Fas­sade selbst aus­bes­sern und sa­nie­ren