Luftdichtigkeit

Statt Luftdichtigkeit wird auch der Begriff Luftdichtheit eingesetzt.

Die Luftdichtigkeit ist eine Eigenschaft von Gebäuden bzw. Gebäudehüllen, die anzeigt, wie viel Luft durch Fugen und andere Ritze im Luftaustausch verloren geht.

Eine Gebäudehülle wird mithilfe dem sogenannten Blower-Door-Verfahren auf seine Luftdichtigkeit geprüft. Damit wird dann angegeben, wie oft das Innenraumvolumen des Gebäudes bzw. Raumes pro Stunde ausgetauscht wird.


Anwendungsbereich

Um nicht zu viel Wärmeenergie für die entweichende Luft aufzubringen, ist eine möglichst luftdichte Gebäudehülle absolut zu empfehlen. Außerdem verhindert sie Kälte am Fußboden, Zugluft, Tauwasser- und damit Schimmelbildung und verbessert den Schallschutz. Es ist daher sinnvoll, mit einem luftdichten Gebäude die Luftströme nach Bedarf zu steuern. Beim Erreichen von Luftdichtigkeit helfen Polyethylen-Folien, Beton, Holzwerkstoffplatten sowie gut abgeschlossene, lückenlose Innenputze. Die Luftdichtigkeit rückt auch seit der Einführung der EnEV (und DIN 4108-7 und DIN 4108-2) stark in den Mittelpunkt bei dem Neubau von Häusern.

Verarbeitung

Im Folgenden wird beispielhaft die Verarbeitung des SAKRET Feinputzes gezeigt, der richtig aufgebracht die Luftdichtigkeit unterstützt:

  1. Vorbereitung: Zur Anwendung des SAKRET Feinputzes darf der Untergrund weder Ausblühungen noch Frost aufweisen und muss fest, sauber und tragfähig sein. Altputze müssen auf Tragfähigkeit und Haftung geprüft werden.
  2. Verarbeitung: Zunächst wird der SAKRET Feinputz mit sauberem und kaltem Leitungswasser in einem sauberen Gefäß angemischt. Dies geschieht unter ständigem Rühren mit einem geeigneten Rührwerk. Als Ausgleichsputz wird der SAKRET Feinputz in bis maximal 10 mm Schichtdicke aufgetragen. Dazu wird er mit der Glättkelle aufgezogen, mit einer Richtlatte abgezogen und mit einem Gitterrabott aufgeraut. Als dekorativer Oberputz kommt der SAKRET Feinputz vollflächig mit der Glättkelle in einer Dicke von 2 bis 3 mm auf den Untergrund. Zusammenhängende Flächen sollten am Stück verputzt werden.
  3. Nachbehandlung: Sobald der SAKRET Feinputz ansteift, kann die Oberfläche gefilzt werden. Um eine schattenfreie Fläche zu erhalten, wird ein anschließender Egalisationsanstrich empfohlen. Der Feinputz muss vor Sonneneinstrahlung, Zugluft, Frost, Schlagregen sowie zu hohen (> 30 °C) und zu niedrigen (< 5 °C) Temperaturen geschützt werden.

Alle oben genannten Verarbeitungsempfehlungen sind unverbindlich. Die Angaben beziehen sich auf den gewöhnlichen Verwendungszweck. Mehr Informationen sind im Technischen Merkblatt zu finden.

Tipp

Die Annahme, dass luftdichte Gebäude schlecht für deren „natürliche“ Entlüftung sind, ist mittlerweile hinfällig. Es hat sich gezeigt, dass die ansonsten bestehenden Fugen und Risse nicht für eine angemessene Durchlüftung bei allen Wetterlagen sorgen.

SAKRET führt in seinem Sortiment mineralische und kunstharzgebundene Putze, die allesamt die Luftdichtigkeit des Raumes und Gebäudes sicherstellen können.

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