Kriechen

Der Fachterminus für Kriechen ist die Retardation. Das Schwinden dagegen folgt anderen Prozessen speziell im Beton.

Der Begriff Kriechen beschreibt die Verformung eines Bau- oder Verbundwerkstoffes durch mechanische Belastung über einen langen Zeitraum. Die Verformung hängt dabei von dem Zeitraum der Belastung und der Temperatur ab.

Das Kriechen des Betons muss wie andere Verformungen bei großen Konstruktionen wie Brücken genau mit eingeplant werden, ansonsten kann es zu Problemen bei der Stabilität kommen.


Anwendungsbereich

Das Kriechen zeichnet verschiedene Baustoffe wie Metallen, Kunststoffe, Gummi, Holz und auch Beton. Beim Beton wird davon ausgegangen, dass sich das gebundene Wasser im Beton umverlagert, so dass es plötzlich frei verdunsten kann. Als Folge verringert der Beton sein Volumen. Je nach Zusammensetzung des Betons gibt es einen Teil des Betons, der wieder in seine ursprüngliche Form „zurückkriecht“, und einen Teil, der in seiner neuen Form bleibt (das sogenannte Fließen).

Dabei kann er natürlich nicht endlos kriechen. Über die Zeit verlangsamt sich das Kriechen immer mehr, bis es nach ein paar Jahren zum völligen Stillstand kommt. Beeinflusst wird das Kriechen u. a. durch den Wasser-Zement-Wert, die Erhärtungsgeschwindigkeit sowie die Druckfestigkeit des Betons bzw. des Zements.


Tipp

Die Bezeichnung Kriechgrenze erfasst die Einwirkung (als Spannung), die der Baustoff über einen langen Zeitraum gerade noch so aushält, ohne sich zu verformen.

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