Frisch-in-frisch

Frisch-in-Frisch kommt auch in der Schreibweise frisch in frisch vor. Alternativ kann auch von frisch auf frisch gesprochen werden.

„Frisch-in-Frisch“ ist eine relativ breit verwendete Beschreibung für allgemein schnell aufeinanderfolgende Arbeitsschritte, die keine Abbinde- bzw. Trocknungszeit zwischendurch beinhalten. Dazu zählt z. B. der Auftrag einer neuen Schicht unmittelbar auf eine vorhergehende oder das Einbetten eines Gewebes in eine Schicht vor deren Abbinden.

Der Begriff wird in allen möglichen Bereichen im Bauwesen angewendet und lässt sich nicht speziell auf ein Handwerk festlegen.

Anwendungsbereich

Relativ gängig ist die Verlegeart „frisch-in-frisch“ im Fliesenlegergewerbe. Dort beschreibt sie das Verlegen von Fliesen bzw. Platten im noch nicht abgebundenen, also frischen, Estrich. Auf die Verwendung eines gesonderten Fliesenklebers nach dem Trocknen des Estrichs wird hier verzichtet. Auch im Rohbau wird die Bezeichnung benutzt – z. B. während des Erstellens von Mauerwerk und gleichzeitigem Füllen der Fugen mit geeignetem Fugenmörtel (und nicht nachträglich). Da der frische Fugenmörtel zusammen mit dem noch nicht abgebundenen Mauermörtel angewendet wird, kann man auch diese Vorgehensweise frisch-in-frisch nennen. Und schließlich gibt es den Begriff auch bei Putzarbeiten. Hier wird er unter anderem verwendet, wenn bei höherer Schichtdicke Unterputze in zwei Lagen aufgetragen werden. Die zweite Schicht wird auch hier wieder frisch-in-frisch auf die erste Schicht aufgebracht.

Verarbeitung

Im Folgenden wird die Verarbeitung des SAKRET Kalk-Zement-Putzes leicht zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit beschrieben.

  1. Vorbereitung: Vor dem Auftragen des SAKRET Kalk-Zement-Putzes leicht müssen minderfeste Oberflächenschichte (wie Schmutz oder Staub) vollständig entfernt werden. Je nach Saugverhalten muss der Untergrund mit einer Haftspachtelung, einem Spritzbewurf oder per Vornässen vorzubehandeln.
  2. Verarbeitung: Der SAKRET Kalk-Zement-Putz leicht sollte in einem sauberen Mischgefäß mit sauberem, kaltem Leitungswasser unter ständigem Rühren mit einem geeigneten Rührwerk ohne Klumpenentstehung und homogen durchmischt werden. Anschließend wird er entweder per Hand oder mit einer Putzmaschine aufgetragen. Er wird mit einer Glättkelle von unten nach oben aufgezogen. Die Schicht sollte minimal 10 mm und maximal 20 mm dick sein. Folgt kein Oberputz, wird die zweite Schicht Unterputz direkt frisch-in-frisch auf die erste Schicht aufgebracht. Anschließend wird der Putz mit einer Richtlatte abgezogen und nach dem Erhärten aufgeraut.
  3. Nachbehandlung: Vor dem Auftrag von nachfolgenden Putzen oder Fliesenarbeiten muss eine Mindesttrocknungszeit des Unterputzes von ca. 1 Tag pro mm Schichtdicke (witterungsabhängig) eingehalten werden. Der SAKRET Reibeputz sollte vor direkter Sonneneinstrahlung, Frost, Schlagregen, Zugluft sowie zu hohen (> 30 °C) und zu niedrigen (< 5 °C) Temperaturen geschützt werden. Freistehende Oberflächen während der Trocknungszeit vor zu schnellem Austrocknen schützen. Empfohlen wird hier z.B. das Abhängen des Gerüstes mit Folie oder feuchten Jutesäcken. Die Nachbehandlungsdauer richtet sich nach den Witterungs-bedingungen.

Alle oben genannten Verarbeitungsempfehlungen sind unverbindlich. Die Angaben beziehen sich auf den gewöhnlichen Verwendungszweck. Mehr Informationen sind im Technischen Merkblatt zu finden.


Tipp

Das frisch-in-frisch Verlegeverfahren bei Fliesen wird häufig nicht empfohlen, weil der unterliegende Mörtel bzw. Estrich nicht ausreichend verdichtet werden kann. Die Fliesen könnten danach weniger gut haften.

Der SAKRET Kalk-Zement-Putz eignet sich hervorragend für das frisch-in-frisch Verputzen für nachfolgendes Tapezieren oder Streichen.

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