Filmkonservierung

Die Filmkonservierung darf nicht mit der Topf- oder Gebindekonservierung verwechselt werden. Diese bezieht sich lediglich auf den Schutz des Produktes vor Bakterien, Pilzen etc. im Gebinde, also im Sack oder Eimer, bzw. vor der Verarbeitung.

Als Filmkonservierung bezeichnet man den Zusatz von sogenannten bioziden Wirkstoffen zu Anstrichen bzw. Farben für Fassaden. Biozide Stoffe sind Chemikalien oder Mikroorganismen, die unerwünschten Befall wie Algen, Pilze oder Bakterien verhindern.

Die Filmkonservierung wird vor allem für Fassadenanstriche benötigt, da hier vor allem bei gut wärmegedämmten Fassaden eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für den Befall besteht.

Anwendungsbereich

Die bioziden Wirkstoffe werden nach dem Auftrag des Anstriches durchgehend an die oberste Schicht der Farbe befördert. Dort bilden sie eine Art Film, der Algen etc. daran hindert, sich zu vermehren.

Die betreffenden Wirkstoffe sind nur sehr begrenzt wasserlöslich, damit sie durch Niederschläge nicht ausgewaschen werden. Anderenfalls müssen diese Biozide wasserlöslich sein, damit sie an der Oberfläche freigesetzt werden. Da die Stoffe mit längerer Zeit abgetragen werden, steigt seit Kurzem die Angst vor einer Beeinträchtigung für die Umwelt und Mensch. In Zuge dessen steigt die Nachfrage für biozidfreie Anstriche. So wird auch politisch aktiv der Einsatz von Anstrichen ohne Filmkonservierung unterstützt, u. a. durch Fördertöpfe mit speziellen Richtlinien.

Tipp

Aufgrund seiner Freisetzung baut sich der biozide Wirkstoff mit der Zeit ab, so dass die Fassade nach einigen Jahren einen Neuanstrich benötigt.

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