Topfzeit

Die Topfzeit darf nicht mit der offenen Zeit oder der Abbindezeit verwechselt werden. Ein gängiges Synonym ist die Gebrauchsdauer.

Die Topfzeit gibt die Zeit vom Anmischen von zwei- oder mehrkomponentigen Materialien bis zu dem Zeitpunkt an, wo die Verarbeitung abgeschlossen sein muss (aufgrund beginnender Trocknung, Härtung, Reaktion etc.).

Für alle Baustoffe, die erst vor Ort aus mehreren Teilen zusammengemischt werden, gilt, dass die Topfzeit genau beachtet werden muss. Wenn die Topfzeit abgelaufen ist, dürfen diese Materialien nicht mehr verarbeitet oder neu angerührt, verdünnt oder in neue Materialien eingerührt werden. Die Bezeichnung rührt von dem Zeitraum, in dem man das Material noch „aus dem Topf“  bzw. dem Gebinde nehmen kann. Danach wird die Masse häufig zu dickflüssig, um eine ordentliche Verarbeitung zu gewährleisten.


Anwendungsbereich

Darüber hinaus muss beachtet werden, dass die Topfzeit durch zunehmende Lagerdauer (materialspezifisch) ab- oder zunehmen kann und auch die bei der Verarbeitung vorhandenen klimatischen Bedingungen Einfluss auf die Topfzeit haben können. Das bedeutet, dass die zum genauen Ermitteln der Topfzeit auch die Menge an anzumischendem Material sowie die Raumlufttemperatur und -feuchtigkeit mit einberechnet werden muss.

Relevant wird die Topfzeit vor allem bei professionellen Fliesenlegern, die mehr mit sogenannten mehrkomponentigen Klebern arbeiten. Generell ist die Topfzeit überall dort relevant, wo mehrere Materialien erst angemischt werden müssen (dazu zählt nicht Wasser und Trockenmörtel).


Tipp

Andere Anwendungsgebiete der Topfzeit sind Gips, Lacke, Farben und Mörtel.

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