sd-Wert

Der sd-Wert wird auch als wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke bezeichnet und ist das Produkt aus der Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl µ und der Schichtdicke s eines Bauteiles.

Der sd -Wert gibt an, wie dick eine ruhende Luftschicht sein müsste, um den gleichen Diffusionswiderstand zu haben, wie die entsprechende Baustoffschicht. Dabei hängt der Wert auch indirekt mit der relativen Luftfeuchtigkeit zusammen. Die entsprechenden Baustoffschichten werden unterteilt in diffusionsoffen (sd  kleiner als 0,5 m), diffusionshemmend (sd zwischen 0,5 m und 1500 m) sowie diffusionsdicht (sd größer als 1500 m). Diffusionsdichte Baustoffschichten werden auch als Dampfsperren bezeichnet.

Anwendungsbereich

Durch das Addieren von den verschiedenen sd – Werten eines Mauerwerks kann man auch einen Wert erhalten, der eine ganze Wand beschreibt (Putz, Mauerwerk und Dämmung). Ein Gipsputz in einer Schichtdicke von 1 cm hat als Beispiel ca. einen sd -Wert von 8 cm. Damit gilt er als sehr diffusionsoffen. Währenddessen kann eine Bitumendampfsperre in nur 4 mm Schichtdicke, die extra der Abdichtung dient, so diffusionsdicht sein wie eine 1500 m dicke Schicht Luft. Je nach Anwendungsbereich und Raum können diffusionsoffene oder diffusionshemmende Baustoffschichten gefragt sein. Manche Putze mit Kalk als Bindemittel helfen in feuchten Räumen, die Luftfeuchtigkeit zu regulieren.

Verarbeitung

Als Beispiel für einen diffusionsoffenen Kalk-Putz wird der SAKRET Kalk-Zement-Putz leicht in seiner Verarbeitung beschrieben:

  1. Vorbereitung: Vor dem Auftragen des SAKRET Kalk-Zement-Putzes leicht müssen minderfeste Oberflächenschichte (wie Schmutz oder Staub) vollständig entfernt werden. Je nach Saugverhalten muss der Untergrund mit einer Haftspachtelung, einem Spritzbewurf oder per Vornässen vorzubehandeln.
  2. Verarbeitung: Der SAKRET Kalk-Zement-Putz leicht sollte in einem sauberen Mischgefäß mit sauberem, kaltem Leitungswasser unter ständigem Rühren mit einem geeigneten Rührwerk ohne Klumpenentstehung und homogen durchmischt werden. Anschließend wird er entweder per Hand oder mit einer Putzmaschine aufgetragen. Er wird mit einer Glättkelle von unten nach oben aufgezogen. Die Schicht sollte minimal 10 mm und maximal 20 mm dick sein. Anschließend wird der Putz mit einer Richtlatte abgezogen und nach dem Erhärten aufgeraut.
  3. Nachbehandlung: Vor dem Auftrag von nachfolgenden Putzen oder Fliesenarbeiten muss eine Mindesttrocknungszeit des Unterputzes von ca. 1 Tag pro mm Schichtdicke (witterungsabhängig) eingehalten werden. Der SAKRET Kalk-Zement-Putz leicht sollte vor direkter Sonneneinstrahlung, Frost, Schlagregen, Zugluft sowie zu hohen (> 30 °C) und zu niedrigen (< 5 °C) Temperaturen geschützt werden. Freistehende Oberflächen während der Trocknungszeit vor zu schnellem Austrocknen schützen. Empfohlen wird hier z.B. das Abhängen des Gerüstes mit Folie oder feuchten Jutesäcken. Die Nachbehandlungsdauer richtet sich nach den Witterungs-bedingungen.

Alle oben genannten Verarbeitungsempfehlungen sind unverbindlich. Die Angaben beziehen sich auf den gewöhnlichen Verwendungszweck. Mehr Informationen sind im Technischen Merkblatt zu finden.

Tipp

In den meisten Fällen sollte auf Dampfsperren im Haus verzichtet werden, da bei kleinen Rissen in dieser Schichte bereits Wasserdampf hindurch gelangt, aber nicht mehr leicht zurück transportiert werden kann.

Je nach Situation führt SAKRET die richtigen Produkte – ob diffusionsoffen oder diffusionshemmend.

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Produktbild vom Unterputz Kalk-Zement-Putz leicht (MAP-L/655) des Unternehmens SAKRET
Kalk-Zement-Putz leicht (MAP-L/655)

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