Normklima
Alternative Bezeichnungen sind Normalklima oder Standardklima.
Als Normklima definiert die DIN EN ISO 139 den Bereich mit kontrollierter relativer Luftfeuchte und Temperatur, in dem Stoffe angeglichen und geprüft werden.
Normklimate werden festgelegt, um vor allem die Eigenschaften von Werk- und Baustoffen zu bestimmen, die stark auf Luftfeuchtigkeit und Temperatur reagieren. Da Stoffe wie Papier, Holz oder Textile schneller Wasser aus der Luftfeuchtigkeit aufnehmen und ihre Eigenschaften ändern, benötigt man einen Richtwert für Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Auf dessen Basis können dann überall auf der Welt Stoffe unter gleichen Bedingungen auf ihre Eigenschaften hin überprüft werden. Für Holzwerkstoffe gilt bspw. ein Normklima mit einer Lufttemperatur von 20 ℃ und einer Luftfeuchtigkeit von 65% (20/65).
Anwendungsbereich
Zudem findet das Normklima Anwendung in dem Ausgeben von Energieausweisen gemäß der EnEV für Gebäude und ihren Heizwärmebedarf. Für eine bessere Vergleichbarkeit des Heizenergiebedarfs zwischen zwei Gebäuden in zwei verschiedenen Orten mit ebenso unterschiedlichen klimatischen Bedingungen vor Ort wird ein Normklima bei der Berechnung
verwendet (nicht das jeweilige lokale Klima).
Tipp
Der sogenannte Referenzort für das Normklima laut Energieausweis ist in Deutschland seit 2014 Potsdam. Dieses löste Würzburg ab