Zementhärtung

Die Zementhärtung erfolgt durch chemische Reaktion mit Wasser, d. h. aus den Klinkerphasen entstehen Hydratphasen.

Dabei wandeln sich die einzelnen Zementkörner in faser- oder tafelförmige Kristalle um, die miteinander verbunden und zum Schluss fest miteinander und ineinander verzahnt sind.

Dieser Prozess, bei dem ausreichend Wasser benötigt und während der Reaktion verbraucht wird, heißt hydraulische Abbindung oder Härtung. Bei der Härtungsreaktion entsteht außer den Hydratphasen zusätzlich das alkalische Kalziumhydroxid. Dieses sichert die korrosionshemmende Wirkung des Beton.

Die Härtung zementgebundener Mörtel beginnt frühestens nach einer Stunde (Erstarrungsphase) nach dem Anmachen und muss in der Regel nach spätestens 12 Stunden soweit fortgeschritten sein, dass durch mechanische Beanspruchungen keinerlei Oberflächenschäden oder optische Beeinträchtigungen entstehen.

Die Normfestigkeit erreicht ein Beton oder zementgebundener Mörtel nach 28 Tagen. Zementmörtel erhärtet unter Wasser wie an der Luft und ist nach der Härtung wasserbeständig, säure- und frostbeständig.