Wasseraufnahmekoeffizient

Der Wasseraufnahmekoeffizient beschreibt die Wasseraufnahme eines Baustoffes.

Soll der Wasseraufnahmekoeffizient eines Baustoffes ermittelt werden, so wird die entsprechende Oberfläche der Baustoffprobe einige Millimeter tief in Wasser getaucht. Danach wird die Wasseraufnahme in Abhängigkeit von der Zeit durch regelmäßiges Wiegen ermittelt. Infolgedessen können Baustoffe nach ihrem Wasseraufnahmevermögen klassifiziert werden.

Baustoffe bzw. Bauteile, bei denen der Wasseraufnahmekoeffizient ≤ 2 kg/m² * h0,5 und die wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke ≤ 2 m ist, bezeichnet man als wasserhemmend.

Obwohl die Wasseraufnahme durch eine wasserhemmende Schicht sehr stark herabgesetzt wird, verbleibt eine gewisse Restfeuchte. Es muss sichergestellt sein, dass diese Feuchtigkeit in den Trockenperioden abgegeben werden kann.

Als wasserabweisend werden die Baustoffe bzw. Bauteile bezeichnet, bei denen der Wasseraufnahmekoeffizient ≤ 0,5 kg/m² * h0,5 und die wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke ≤ 4 m ist sowie das Produkt dieser beiden Kenngrößen 0,3 kg/m² * h0,5 nicht übersteigt.

Bei einem Wasseraufnahmekoeffizienten ≤ 0,001 kg/m² * h0,5 gilt der betreffende Baustoff bzw. das Bauteil als wasserdicht. Die Wasseraufnahme ist in dem Fall so gering, dass auf eine Begrenzung der wasserdampfdiffusionsäquivalenten Luftschichtdicke verzichtet wird.