Untergrundprüfung

Die Untergrundprüfung ist eine der wichtigsten Maßnahmen vor dem Auftrag einer Beschichtung.

Hierbei wird geprüft, ob die Oberfläche des Untergrundes z. B. fest, ausreichend trocken, tragfähig, fett- und staubfrei ist. Der Untergrund muss frei sein von trennenden oder haftungsmindernden Substanzen wie z. B. Trennmittel oder Schalöl, Staub, Schmutz, sandende Untergründe, Teer- oder Ölanstriche und dergleichen.

Zur Überprüfung ist eine Wisch- und/oder Kratzprüfung durchzuführen. Bei der Wischprüfung wird mit der Hand über den Untergrund gestrichen, wobei sich weder Bestandteile vom Untergrund lösen dürfen, noch die Hand verschmutzen werden darf.

Eine Kratzprüfung dient zur Feststellung einer evtl. Sinterhaut oder Hohlstellen an sonst festen Untergründen. Hierbei wird mit dem Nagel der Untergrund aufgekratzt.

Lösen sich dabei Teile oder Bestandteile vom Untergrund ab oder dringt der Nagel in den Untergrund ein, so ist die gesamte Schicht zu beseitigen. Die Kratzprüfung kann nicht bei Bauteilen mit geringer Festigkeit durchgeführt werden.

Um die ausreichende Haftung einer Altbeschichtung auf dem Untergrund zu prüfen, wird eine sogenannte Gitterschnittprüfung durchgeführt.

Hinzu kommt die Prüfung und Bewertung des Untergrundes auf mögliche Risse, Salze oder mikrobiellen Befall durch Algen (außen) sowie Pilze und Bakterien (außen und innen).

Auch die Verträglichkeit des Untergrundes mit nachfolgenden Baustoffen kann Aufgabe einer Untergrundprüfung sein.

Ein alte Handwerkerweisheit sagt: "Eine Beschichtung ist nur so gut, wie der Untergrund, der diese trägt."