Raumklima

Raumklima ist das Klima in einem Innenraum, z. B. einer Wohnung. Dieses wird durch eine Vielzahl von Faktoren wie z. B. Untergrund- und Lufttemperatur, Untergrund- und Luftfeuchtigkeit, Luftbewegung (Zugluft), Hausstaub, Schadstoffe sowie Licht und Farben beeinflusst.

Wichtig für das Wohlbefinden ist nicht nur die eigentliche Lufttemperatur, sondern insbesondere der Anteil der Wärmestrahlung. Mit einem hohen Anteil wird ein Raum als angenehm empfunden, selbst bei niedriger Temperatur.

Ein hoher Wärmestrahlungsanteil resultiert aus einer hohen Oberflächentemperatur und kann durch eine gute Außendämmung (Wärmedämm-Verbundsystem), Wärmeschutzverglasung, mit Niedertemperaturheizsystemen mit großflächigen Heizkörpern sowie einer Wandheizung und Fußbodenheizung erreicht werden.

Als angenehm wird weiterhin eine Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 65% empfunden. Je höher die Luftfeuchtigkeit ist, desto niedriger ist die Temperatur, die noch als angenehm empfunden wird. Eine zu geringe Luftfeuchte in der Heizperiode führt zu Reizungen der Schleimhäute.

Zu hohe Luftfeuchtigkeit kann bei konstruktiven Baufehlern zu Kondensation und Tauwasser an kühleren Bauteilen führen, wodurch die Gefahr von Befall mit Schimmelpilz steigt.

Insbesondere in Räumen mit Klimaanlagen, großen, kalten Fensterflächen oder undichten Fensterrahmen kann es zu unangenehmen, kühlen Luftzug kommen.