Oberputz

Ein Oberputz ist eine dünnschichtige Schlussbeschichtung mit Putzstruktur.

Oberputze werden auf Unterputze wie z. B. Sanierputze, Wärmedämmputze, Leichtputze, Sockelputze, auf Spachtel- oder Armierungsmassen oder auch auf glatte Untergründe wie Beton oder Bauplatten aufgetragen. In der Regel wird auf den Untergrund ein Putzgrund gestrichen, bevor der Oberputz aufgetragen wird.

Im Gegensatz zum Unterputz hat der Oberputz eine dekorative, optische und strukturgebene Funktion und muss gleichzeitig bauphysikalische Anforderungen erfüllen. Hierzu gehört in erster Linie der Witterungsschutz gegenüber physikalischen, chemischen und biologischen Einflüssen.

Es gibt organisch gebundene Oberputze (z. B. Dispersionsputze) und mineralische Oberputze (z. B. Edelputze, Silkatputze) in weiß und getönt sowie in verschiedenen Korngrößen (z. B. 1 mm, 2 mm, 3 mm) und Putzstrukturen (z. B. Kratz- oder Scheibenputz, Rillen- oder Reibeputz, Modellierputz, Landhausputz, Kellenputz, Kellenwurfputz, Wurmputz, Waschel- oder Waschputz, Kreativputz, Vollabrieb, Münchener Rauputz usw.).

Daneben gibt es auch Oberputze, die gefilzt, geglättet oder gespachtelt werden. Eine Ausnahme stellen die sogenannten Buntsteinputze oder auch Natursteinputze dar.

Aufgrund der thermischen und hygrischen Schwankungen im Außenbereich müssen Oberputze eine hohe Wasserabweisung haben und dennoch ausreichend wasserdampfdiffusionsoffen sein, eine gewisse Elastizität besitzen und dennoch keine Eigenspannung aufbauen.

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