Mineralputz

Mineralputz ist ein ungenauer Gattungsbegriff, da er nicht genau beschreibt, welches Bindemittel verwendet wird und welche Funktion dieser Putz hat.

Ein Mineralputz unterscheidet sich in seinem Verwendungszweck, der Verarbeitung, Schichtdicke, bauphysikalischen Eigenschaften u. a. zum Teil erheblich. Die Gemeinsamkeit besteht darin, dass ein (anorganisches) mineralisches Bindemittel wie Kalk, Zement, Gips oder Silikat (Wasserglas) verwendet wird.

Darin zeigt sich bereits der erste Unterschied: während ein Mineralputz aus Kalk, Zement oder Gips sowohl dickschichtig (Unterputz) wie auch dünnschichtig (Oberputz) verarbeitet werden kann, wird ein Silikatputz ausschließlich als dünnschichtiger Oberputz verarbeitet.

Auch bei der Vielzahl verschiedener Anwendungen zeigt sich, dass ein Mineralputz (als Unterputz) differenziert werden muss. So gibt es einen Sockelputz, Sanierputz, Porengrundputz, Leichtputz, Grundputz, Wärmedämmputz, Kompressenputz, Opferputz, Ausgleichsputz usw.