Hellbezugswert

Hellbezugswert (HBZ) ist ein Maß für die Helligkeit einer Oberfläche.

Er stellt damit einen Reflexionsgrad eines bestimmten Farbtons zwischen dem Schwarzpunkt (HBZ = 0) und dem Weißpunkt (HBZ = 100) dar. Der Hellbezugswert gibt dabei an, wie weit der betreffende Farbton vom Schwarz- oder Weißpunkt entfernt ist.

Kleinere Werte sind dabei dunklere Farbtöne, hellere Farbtöne dagegen werden durch größere Werte gekennzeichnet. Entscheidend für den Hellbezugswert sind weder der Glanzgrad noch das verwendete Bindemittel, sondern allein Art und Höhe der Farbpigmente.

Dunklere Farbtöne im Außenbereich unterliegen infolge des andauernden Wechsels zwischen Erwärmung durch Sonneneinstrahlung und Abkühlung während der Nachtstunden größeren Temperaturspannungen als heller eingefärbte Beschichtungen.

Dies spielt eine besondere Rolle bei Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS) mit dem gegen Wärme und Kälte dämmenden Untergrund (z. B. EPS-Wärmedämmplatten) und dem darauf befindlichen, relativ dünnschichtigen Oberputz.

Um das Auftreten von Spannungen und damit Rissen zu vermeiden, werden die Hellbezugswerte der Fassadenbeschichtungen in Abhängigkeit zum Untergrund begrenzt.

Hohe Oberflächentemperaturen auf der Fassade werden in der Regel mit den hohen Temperaturen heißer Sommermonate in Verbindung gebracht. Es werden jedoch im Februar/März in etwa gleich hohe Temperaturen auf der Fassadenoberfläche gemessen wie im Juli/August. Ursächlich dafür sind der Sonnenstand und die Intensität der Einstrahlung (Einfallswinkel).