Auf stillen Pfaden sicher durch den Garten
Die Gestaltung des Gartenweges hat einen entscheidenden Einfluss auf das Gesamtbild des Gartens, ähnlich wie die Auswahl der Pflanzen und Sträuchern. Ein gekonntes Zusammenspiel der Proportionen ermöglicht es, Außenräume unterschiedlicher Größe zu kreieren, die eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten bieten und visuelle Reize ausstrahlen. Deshalb lohnt es sich, vor der Erstellung eines Gartenweges genau über die Wegeführung und die Wahl des Materials nachzudenken.
Die Stabilität und Wartungsfreiheit von Gartenwegen hängt nicht nur von der Wahl des Oberflächenmaterials ab, sondern vor allem von der fachgerechten Konstruktion. Eine solide Bauweise sichert die Langlebigkeit und Funktionalität des Weges und sorgt dafür, dass er auch bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen standsicher bleibt.
Aus Natursteinen lassen sich einzigartige Oberflächen verwirklichen, die eine ansprechende und faszinierende Optik ermöglichen. Die besondere Langlebigkeit von Natursteinen ist ein wesentlicher Trumpf. Sie werden nicht nur für Gartenwege, Einfahrten und Treppenstufen verwendet, sondern sind auch ideal für Terrassen geeignet. Granit, Sandstein, Basalt und Porphyr zählen zu den beliebtesten Steinvarianten für solche Platten.
Abhängig von der Art des Steins, des Unterbaus und der Ausführung sind Natursteine nicht nur für eher geringe Gehwegbelastungen, aber auch für hohe Belastungen durch Pkw bestens geeignet.
Sobald du die Belastungsanforderungen für die Fläche definiert und dich für einen bestimmten Naturstein entschieden hast, kannst du die passenden Verlegeprodukte auswählen. Die richtige Auswahl des Verlegeprodukts bietet zahlreiche Vorteile. Es sorgt für eine zuverlässige Haftung der Platten, erhöht die Tragfähigkeit der Oberfläche und erleichtert die Pflege. Zudem ermöglicht es eine Vielzahl von Designs mit unterschiedlichen Farben, Formen und Mustern und ermöglicht eine sichere, dauerhafte und ästhetisch ansprechende Außenfläche.
Wir stehen dir gerne zur Seite und zeigen dir, wie du Wege aus Naturstein und Polygonalplatten gestalten kannst. Mit dem SAKRET-Projektplaner erhältst du eine genaue Übersicht über die benötigten Materialmengen und erfährst, wo du sie in deiner Nähe erwerben kannst. Zudem bieten wir dir zahlreiche Tipps zur Verarbeitung der einzelnen Produkte, damit dein Projekt ein voller Erfolg wird.
1. Plane wie ein Profi mit dem SAKRET Projektplaner
2. Schritt-für-Schritt Anleitung vom Profi Natursteinwege leicht gemacht
1. Randbegrenzung vorbereiten und Erdreich ausheben:
Der Untergrund muss tragfähig, verdichtet und frostfrei sein. Für eine dauerhafte Stabilität sollten Gartenwege mit einer festen Einfassung aus Randsteinen oder einer stabilen Begrenzung versehen werden.
Soll die Oberkante des Natursteinbelags mit dem Erdniveau abschließen, ist das Erdreich mit einem Spaten ca. 30 cm tief (zuzüglich der Höhe der Steine oder Platten) über die gesamte geplante Weglänge und -breite auszuheben. Falls der Belag oberhalb des Erdniveaus liegen soll, kann die Aushubtiefe entsprechend reduziert werden.
Lockeren Boden anschließend mit einem schweren Hammer oder einer Rüttelplatte verdichten.
Hinweis: Für die beidseitige Randeinfassung sollte pro Seite zusätzlich etwa 15 cm zur gewünschten Wegbreite eingeplant werden. Bei Randsteinen mit einer Höhe von mehr als 20 cm kann es erforderlich sein, den Randbereich etwas tiefer auszuheben. Anschließend im Randbereich eine etwa 10 cm starke Schicht aus Schotter, Splitt, Kies oder Mineralgemisch einfüllen und sorgfältig verdichten.
2. Ausrichten der Randbegrenzung und Anmischen des Betons:
Vor der Verlegung der Randbegrenzung eine Richtschnur spannen, um eine gerade Ausrichtung und eine einheitliche Höhe der Randsteine zu gewährleisten. Bei Gartenwegen ist ein Mindestgefälle von 2 % (2 cm pro Meter) vom Haus weg einzuplanen, damit Regenwasser kontrolliert abfließen kann. Den Beton gemäß den Verpackungsangaben mit Wasser in einem Maurerkübel mithilfe einer Bohrmaschine und einem Rührquirl anmischen.
Hinweis: Um den korrekten Abstand der Randbegrenzung festzulegen, muss im Vorfeld das Verlegemuster der Natursteine einschließlich Fugenbreite bestimmt werden. Dabei sind produktionsbedingte Maßtoleranzen zu berücksichtigen, um aufwendige Zuschnittarbeiten zu vermeiden.
3. Beton einbringen und Randsteine setzen:
Den Frischbeton mit einer Maurerkelle etwa 10 cm dick auf dem verdichteten Schotter auftragen. Bei Natursteinen mit größerer Höhe kann eine entsprechend dickere Betonschicht erforderlich sein. Den ersten Randstein entlang der gespannten Richtschnur in den Frischbeton setzen und mit einer Wasserwaage exakt lot- und fluchtgerecht ausrichten.
4. Randsteine einklopfen und Rückenstürze formen:
Die gesetzten Steine mit einem Gummihammer vorsichtig festklopfen und die Ausrichtung erneut mit einer Wasserwaage überprüfen. Bei Natursteinbelägen können mehrere Steine hintereinander gesetzt und auf die gewünschte Höhe eingeklopft werden. Anschließend die Betonbettung seitlich der Randsteine zu einem stabilen Keil, der sogenannten Rückenstütze, formen und mit der Maurerkelle andrücken und glattziehen. Der Keil sollte bei Randsteinen etwas stärker ausgeprägt sein, sodass etwa ein Drittel des Steins im Betonbett verankert ist.
Hinweis: Die ausreichende Trocknungszeit des Betons muss berücksichtigt werden, insbesondere bevor mit der weiteren Verlegung oder Verdichtung begonnen wird.
Trocknungszeit vor der Verlegung der Natursteine: mindestens 48 Stunden
Trocknungszeit vor einer möglichen Verdichtung: mindestens 5 Tage
5. Tragschicht für den Plattenbelag erstellen:
Bei Plattenwegen auf den gut verdichteten Untergrund zunächst eine Tragschicht aus Schotter oder sogenanntem Mineralgemisch aus groben und feinen Anteilen (0/32er Körnung) einfüllen, auf Niveau mit einer Abziehlatte abziehen und mit Rüttler verdichten.
Die einzubringende Höhe (Terf) ergibt sich aus der Gesamttiefe des Erdaushubs (TG) minus der Plattenbelagshöhe (HP) plus 4 cm (Terf=TG-(HP+4cm)).
Hinweis: Es ist ggf. hilfreich, vor dem Einbringen der Tragschicht Abziehleisten aus Holz oder Metall mit Wasserwaage auf Höhe einzubringen, auf denen die Tragschicht einfach abgezogen werden kann. Bitte beachten, schon in dieser Schicht das Gefälle von mindestens 2% (2 cm Höhe auf 1 m Länge) vom Haus weg einplanen!
6. Verlegemörtel auftragen:
Eine ausreichende Menge Verlegemörtel nach Verpackungsangabe mit sauberem Wasser mittels Bohrmaschine und Rührquirl anmischen. Den Verlegemörtel in einer Schichtdicke von 1 - 4 cm auf den verdichteten Untergrund aufbringen, verteilen und mit einer Setzlatte planeben abziehen.
Hinweis: Die Schichtdicke reduziert sich durch das Verdichten noch um ca. einen halben Zentimeter.
7. Kontaktschlämme auftragen und Natursteinplatten verlegen:
Auf die Unterseite der Natursteinplatten die Kontaktschlämme vollflächig auftragen und die Platte frisch in frisch in das Mörtelbett einlegen.
Anschließend die Plattenbeläge in den Verlegemörtel eindrücken und mit einem Gummihammer leicht einklopfen. Darauf achten, dass die Tragschicht nicht mehr betreten wird, d.h. den Belag von der bereits bestehenden Fläche aus und Anfangs von außerhalb der Randsteine von außen nach innen verlegen. Beim Verlegen der Natursteinplattenbeläge nach gewähltem Verlegemuster, eine Mindestfugenbreite von 6 mm einhalten. Bei kalibrierten Natursteinplattenbelägen während des Verlegens darauf achten, dass die Platten immer fluchtgerecht verlegt werden. Gegebenenfalls eine Schnur über die verlegte Fläche spannen und den nachfolgenden Belag daran neu ausrichten. Bei nicht kalibrierten Natursteinplatten oder Polygonalplatten während des Verlegens darauf achten, dass der Mindestfugenabstand aber auch der Maximalfugenabstand von 30 mm eingehalten wird. Insbesondere bei Polygonalplatten ist es deshalb sinnvoll, das Verlegemuster im Vorfeld in etwa zu bestimmen, da dadurch auch der erforderliche Zuschnitt der Beläge reduziert wird.
Hinweis: Darauf achten, dass die verlegten Platten keinerlei Berührungspunkte haben, da es sonst zu Beschädigungen der Platten durch Kantenpressungen kommt.
Anforderungen Plattenbeläge
Mindestplattendicken: 30 mm
Zusätzliche Anforderungen an Polygonalplatten
- Mindestkantenlänge: 15 cm
- Mindestens vier Ecken Winkel zwischen 60° und 180°
- Mindestplattengröße: 0,10 m²
8. Natursteinplatten verfugen und Fläche reinigen:
Mit Wasser und einem Schwammbrett – alternativ geht auch ein Schlauch mit Sprühdüse – nässt Du die Pflasterfläche gründlich vor. Vermeide Pfützen, denn die Fläche soll nicht übernässt sein.
Den Fugenmörtel nach Verpackungsangabe mit Wasser mittels Rührquirl in einem sauberen Gefäß anmischen und auf der Fläche ausgießen. Mit einem Gummischieber verteilen und ggf. zusätzlich mit einem Fugbrett in die Fugen einbringen. Das überschüssige Material sauber abschieben und entsorgen.
Nach dem Aushärten des Fugenmaterials die Platten mit Wasser und einem Schwamm abwaschen und reinigen. Die Oberfläche kann nach 24 Stunden benutzt werden.
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SAKRET Verarbeitungsvideo
» Gartenwege pflastern
3. Produkte für Dein Projekt: fachmännisch Perfekter Natursteinweg
1 Schotterschicht Randsteine
2 Beton Randsteine
3 Schotterschicht Weg
4 Bettungsschicht Weg
5 Haftungsschicht
6 Fugenmörtel
4. Werkzeuge für Dein Projekt: Polygonalplatten verlegen
Vorbereitung
Verarbeitung
Sicherheitsausrüstung



